Gräfenthal beantragt knapp Dreiviertelmillion Euro

Gräfenthal.  Stadtrat votiert einstimmig für Bedarfszuweisung 2020 und die Fortschreibung des Haushaltssicherungskonzepts

Gräfenthal wird für dieses Jahr quasi rückwirkend eine Bedarfszuweisung von 726.553 Euro beantragen.

Gräfenthal wird für dieses Jahr quasi rückwirkend eine Bedarfszuweisung von 726.553 Euro beantragen.

Foto: Jens Wolf / dpa

Die Stadt wird für dieses Jahr quasi rückwirkend eine Bedarfszuweisung von 726.553 Euro beantragen. So entschied der Stadtrat bei seiner Sitzung am Dienstag einstimmig. Ebenfalls ohne Gegenstimme und Enthaltung votierte das Gremium für die vierte Fortschreibung des Haushaltssicherungskonzepts (HSK). Darin steht unter anderem die laufende Sanierung der Probstzellaer Straße und die Lampen für die ebenfalls noch zu sanierende Meernacher Straße sowie Maßnahmen zur Brandschutzertüchtigung plus die Sanierung eines Mehrzweckraums im Kindergarten. Sven Kuschminder (FFW/BI) fand es „abstrakt“, dass erst Mitte Oktober die Bedarfszuweisung für das laufende Jahr beschlossen wird.

Damit rannte er bei Bürgermeister Wolfgang Wehr (parteilos) offene Türen ein.„Auch die Schlüsselzuweisung für 2021 wurde jetzt erst mitgeteilt“, sagte er und unterstellte dem Landesverwaltungsamt offen, Kommunen in Haushaltssicherung so lange wie möglich hinzuhalten und so an der kurzen Leine zu belassen. „Augen auf bei der nächsten Landtagswahl, kann ich da nur sagen“, so Wehr. Frank Parakenings (FFW/BI) bestand darauf, dass seine Meinung hierzu, „eine riesengroße Schweinerei!“, so im Blatt steht. „Das ist ramelowgewollt!“, befand Wehr abschließend. Heute sollen die Anträge an die Kommunalaufsicht des Landratsamts gehen.