Spendenaktion

Gräfenthaler Regelschüler backen für Kinderhospiz

Gräfenthal.  Die zweite Verkaufs- und Spendenaktion zugunsten schwerkranker Kinder auf dem Gräfenthaler Weihnachtsmarkt 2019 brachte 780 Euro ein.

Rebecca Rudolph und die Schüler Vanessa und Denise Hüttenrauch sowie Felix Rössel (von links) überreichten Matthias Münch die Spendenbox. Im Gegenzug gab es vom Hospizverein eine Urkunde.

Rebecca Rudolph und die Schüler Vanessa und Denise Hüttenrauch sowie Felix Rössel (von links) überreichten Matthias Münch die Spendenbox. Im Gegenzug gab es vom Hospizverein eine Urkunde.

Foto: Robin Kraska

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Zum zweiten Mal haben Schüler der Staatlichen Regelschule „Christoph Ullrich von Pappenheim“ den Verein Kinderhospiz Mitteldeutschland unterstützt. Wie schon 2018 backten sie in der Vorweihnachtszeit nach dem Unterricht Plätzchen. Dies passierte hauptsächlich in der Küche ihrer Aula, aber auch zu Hause. Weit über zwölf Kilo der süßen Weihnachtsleckereien entstanden.

Auf kleine Tütchen abgefüllt, verkauften sie sie an einem eigenen Stand auf dem Gräfenthaler Weihnachtsmarkt und in der Glühweinhütte. Der Verkaufserlös sowie zusätzliche Besucherspenden belaufen sich auf 780 Euro. Sie fließen vollständig an den Hospizverein mit Sitz in Nordhausen, der in Tambach-Dietharz das erste Kinderhospiz Thüringens betreibt. Am Donnerstag nahm Vereinsmitglied Matthias Münch die Spendenbox in der Schule entgegen. Gut 30 Schüler der Klassen fünf bis sieben nahmen teil. 2018 kamen bereits rund 300 Euro zusammen.

Angestoßen und betreut hat das Projekt in Kooperation mit dem Bildungszentrum Saalfeld Rebecca Rudolph, die seit September Sozialpädagogische Schulunterstützerin in der Schule ist. „Die Kinder waren am Ende des Tages oft ganz schön geschlaucht. Backen ist anstrengend“, erinnert sie sich. Den Teig bereitete sie selbst vor. Von dem zustande gekommenen Betrag waren Rebecca Rudolph und ihre Schüler überrascht. „Wir schätzten, es würden nur 200 bis 300 Euro werden, also ungefähr wie 2018“, sagt die Pädagogin. Großen Dank spricht sie den Eltern aus, die beim Backen geholfen oder den Verkaufsstand auf dem Markt mitbetreut haben. Matthias Münch zufolge wird das Geld in den gerade entstehenden neuen Anbau mit Therapieräumen und Elternzimmer gesteckt. Noch im Frühjahr ist die Eröffnung geplant. „Wir sind in der Endphase“, so Münch.

Die Jungen und Mädchen wüssten durchaus, was ein Kinderhospiz ist und was es bedeutet, wenn ein Kind dorthin kommt. Vorbehalte gegenüber dem Thema habe sie nicht erlebt, sagt Rebecca Rudolph. „Allerdings stand für uns auch das gemeinsame Backen im Vordergrund“.

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