„Grillmaschine Mike“ mischt Gastroszene von Lehesten auf

Lehesten.  Wir trafen auf eine Roster Mike Masella, der seit kurzem an der Turnhalle Bockwurst, Brätl und Buletten über den Tresen reicht und bleiben möchte.

Mike Masella aus Ranis ist „Grillmaschine Mike“. Seit Mitte Oktober steht der 51-Jährige mit seinem Imbiss in Lehesten an der Turnhalle. 

Mike Masella aus Ranis ist „Grillmaschine Mike“. Seit Mitte Oktober steht der 51-Jährige mit seinem Imbiss in Lehesten an der Turnhalle. 

Foto: Robin Kraska

Die kulinarische Seite des Schieferstädtchens ist um eine Facette reicher: Seit voriger Woche steht „Grillmaschine Mike“ auf dem Platz an der Turnhalle und bietet heiße Bockwurst, Roster, Rostbrätl und Buletten im Brötchen samt Beilagen an. Die „Grillmaschine“ heißt eigentlich Mike Masella, lebt in Ranis und hat seinen mobilen Imbiss im Frühjahr gegründet.

Den Sommer über stand er an der Hopfenmühle am Hohenwartestausee. „Ein Kollege von hier empfahl mir Lehesten als Winterquartier“, sagt der 51-Jährige. „Und wenn es gut läuft, bleibe ich in Lehesten“. Einheimische, Arbeiter auf dem Weg zur Baustelle und Lkw-Fahrer schauen gerne vorbei, schätzen den netten Plausch in der Mittagspause und die große Parkfläche gegenüber.

Nach nur einer Woche hat er schon etliche Stammgäste. „Dabei kannte ich Lehesten bis dahin gar nicht“, gibt er zu. „Na, hast du schon wieder Hunger?“, fragt er einen. „Nee, Durscht!“, kommt es zurück. Dann gibt es ein Saalfelder Bier aus dem Kühlschrank. „Alle meine Getränke sind regional“, sagt Masella. Das Fleisch bezieht er aus der Mörsdorfer Landhof-Fleischerei bei Hermsdorf, die Semmeln vom lokalen Bäcker. Currysoße und Buletten sind selbst gemacht.

Für nächste Woche plant Masella nicht nur hausgemachten Kartoffelsalat, sondern auch einen Grillmaschine-Teller für den großen Hunger: „Mit Roster, Rostbrätl, Bockwurst und allem drauf“, sagt er. Dann sollen zudem die großen Werbebanner am Straßenrand hängen. Masella erhofft sich dadurch auch mehr Kunden aus dem nahen Franken.

Außerdem stehen Tagessuppen und Eintöpfe auf der Agenda. Perspektivisch könnte er sich vorstellen, das Geschäft auszubauen und im Sommer 2021 wieder an der Hopfenmühle zu verkaufen, während der Lehestener Stand ganzjährig betrieben würde. „Dafür bräuchte ich nur noch einen Mitarbeiter“, sagt Mike Masella.