500.000 Euro Schaden bei Großbrand in Lichte - ein Verletzter

red
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In Lichte wurde ein Haus bei einem Brand zersört.

In Lichte wurde ein Haus bei einem Brand zersört.

Foto: News5 / Ittig / News5

Lichte.  Bei einem Brand in Lichte wurde ein Mensch verletzt. Ein Wohnhaus wurde komplett zerstört.

Bei einem Großbrand in Lichte (Landkreis Sonneberg) wurde am Sonntagabend ein Wohnhaus zerstört. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand bereits eine Haushälfte in Flammen. Sofort wurde mit den Löscharbeiten von außen begonnen.

Glücklicherweise konnten sich alle Bewohner ins Freie retten, lediglich ein 58-jähriger Bewohner zog sich eine Rauchgasvergiftung zu und musste leicht verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Für das Gebäude konnte die Feuerwehr allerdings wenig tun, die Flammen griffen bereits auf die zweite Haushälfte über.

Da für den großen Löscheinsatz viel Wasser benötigt wurde und das Hydrantennetz voll ausgelastet war, versuchte man mit Pumpen Wasser an die Einsatzstelle zu bringen. „Es ist sehr trocken, der ortsansässige Bach führt kaum Wasser,“ erklärte Kreisbrandinspektor Mathias Nüchterlein.

Die Kameraden mussten einen provisorischen Staudamm errichten, um genügend Wasser für die Pumpen bereitstellen zu können. Zusätzlich war das Treppenhaus ausgebrannt, somit war ein Innenangriff für die Feuerwehr undenkbar. Über zwei Drehleitern und zahlreichen Leitungen wurde von außen gelöscht.

"Eine ganz dramatische Situation, da ja hier zwei Familien betroffen sind, die in dem Haus gewohnt haben,“ zeigt sich Holger Koch, Bürgermeister von Lichte bestürzt. „Wir gehen davon aus, dass die beiden Parteien ihr Hab und Gut komplett verloren haben,“ erzählt Koch weiter. Deshalb werde der Ort bald eine Spendenaktion für die Familien starten.

Inwieweit das Haus noch bewohnbar sein wird, sei derzeit unklar, hieß es am Montag von der Polizei. Die Ermittlungen zur Brandursache werden durch die Kriminalpolizeiinspektion Saalfeld geführt. Die Arbeiten mussten am frühen Nachmittag wegen Löscharbeiten aufgrund erneuter Rauchentwicklung und Flammen aus dem Gebäude jedoch zunächst unterbrochen werden.

Die Feuerwehren der umliegenden Ortschaften waren bzw. sind teils auch noch mit insgesamt 30 Fahrzeugen und mehr als 60 Kameraden im Einsatz. Das Einsatzende der Feuerwehren und somit auch ein Ende der Straßensperrung sei noch nicht in Sicht, hieß es von der Polizei. Der Sachschaden wird auf ca. 500.000 Euro geschätzt.

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