Gründerin der „Herbstzeitlosen“ erhält Verdienstkreuz

Erfurt/Saalfeld.  Christa Pidun wird am Dienstag in Erfurt mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Christa Pidun, Initiatorin und Gesicht des 2003 ins Leben gerufenen Seniorenbegleiterprojektes "Herbstzeitlose"

Christa Pidun, Initiatorin und Gesicht des 2003 ins Leben gerufenen Seniorenbegleiterprojektes "Herbstzeitlose"

Foto: Robin Kraska

Einen erfreulichen Termin hat Christa Pidun aus Saalfeld heute Nachmittag im Erfurter Collegium Maius. Dort wird ihr Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen. Die Gründerin und das Gesicht der „Herbstzeitlosen“ wird für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt.

2003 rief sie „Die Herbstzeitlosen“ ins Leben, ein bundesweit beachtetes und vielfach prämiertes Projekt, das die Ausbildung und den Einsatz von ehrenamtlichen Seniorenbegleiterinnen und -begleitern im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt organisiert. Sie schenken älteren Menschen Zuwendung, weil Angehörige nicht vor Ort sind und anderen die Zeit fehlt.

Die Auszeichnung soll dazu anregen, die Einsamkeit anderer Menschen wahrzunehmen

„Christa Pidun baute das Projekt so erfolgreich aus, dass innerhalb weniger Jahre über 150 Frauen und Männer für diese ehrenamtliche Tätigkeit gewonnen wurden und bereits mehr als 760 Menschen eine Betreuung vermittelt werden konnte“, heißt es in der Laudatio.

Gerade in der Zeit der coronabedingten Kontaktbeschränkungen zeige sich, wie unverzichtbar die Herbstzeitlosen geworden sind. Anstelle von Hausbesuchen sei in dieser Zeit viel und ausgiebig telefoniert worden, oder es wurden Einkaufsdienste geleistet.

Das herausragende Engagement von Christa Pidun und den Saalfelder Herbstzeitlosen ist schon vielfach ausgezeichnet worden, so im Jahr 2018 mit dem Thüringer Zukunftspreis. Mit dem Bundesverdienstorden drücke Bundespräsident Steinmeier seine große Wertschätzung für diese ehrenamtliche Arbeit aus.

Zugleich soll diese Auszeichnung und die damit verbundene Aufmerksamkeit dazu anregen, die Einsamkeit anderer Menschen wahrzunehmen und zu lindern.

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