Grundschulen sollen mit ins Boot geholt werden

Schmiedefeld  Die Premiere des Schiefergebirgslaufes ist gelungen, auch wenn sich die Organisatoren mehr Starter gewünscht hätten

Beim Schiefergebirgslauf wird auch der letzte im Ziel ankommende Läufer gefeiert.

Beim Schiefergebirgslauf wird auch der letzte im Ziel ankommende Läufer gefeiert.

Foto: Frank Thomas

Zufriedenheit hört sich etwas anders an. „Mit den Zahlen über die Halbmarathon-Strecke und beim Neun-Kilometer-Lauf können wir zufrieden sein, hatten so viele Teilnehmer wie noch nie. Beim Marathon und bei den Kinderläufen haben wir jedoch noch einigen Nachholbedarf“, sagt Frank Thomas, Vereinschef beim LAV Saale-Rennsteig. Nach der Premiere des Schiefergebirgslaufes mit 215 Läufern steht damit jetzt möglicherweise für 2020 eine Reduzierung der Strecken auf dem Programm.

Lediglich fünf Mädchen und Jungen beim Lauf über die 4000 Meter, da ist bei manchen der Organisatoren die Schmerzgrenze überschritten. Denn gerade bei dem Lauf für den Nachwuchs ist ein erhöhter logistischer Aufwand notwendig. Und so ist das Ziel klar: Mehr Werbung ist notwendig, vor allem in den Schulen. „Wir müssen die Sportlehrer der Grundschulen in Lichte, Schmiedefeld und Gräfenthal mit ins Boot holen“, sagt Thomas. Organisatoren anderer Läufe machten es vor, dass das ein vielversprechendes Rezept ist. Anderswo bekommen beispielsweise Schüler, die an solchen Läufen teilnehmen, eine sehr gute Note im Sport.

Die Zahl der Marathonläufer zu steigern, ist schwieriger. Da hat die Truppe um Frank Thomas bereits in den letzten Jahren als Veranstalter und Organisator des Saale-Rennsteig-Marathons von Uhlstädt nach Schmiedefeld Erfahrungen gesammelt. „Wir haben jahrelang 10.000 Flyer verteilt, ein Großteil davon auch an andere Vereine verschickt“, sagt Thomas. Und dafür auch Geld in die Hand genommen. Ein hoher dreistelliger Betrag sei für Druck- und Portokosten draufgegangen. „Davon haben wir uns verabschiedet.“

Zudem ist die Organisation des Schiefergebirgslaufes „logistisch einfacher, personell nicht so aufwendig wie der Saale-Rennsteig-Marathon“, schätzt Thomas ein. Kein Wunder: Der Schiefergebirgslauf findet auf einem Rundkurs statt, der Marathon führte dagegen von A nach B. Die Sportler störte es wenig. „Viele der Teilnehmer waren auch beim Saale-Rennsteig-Marathon dabei, wenn auch nicht über die gesamte Strecke“, sagt Thomas, der schätzt, dass es etwa 60 Prozent „Wiederholungstäter“ gab. Die Streckenführung sei einmalig, die Zahl der Teilnehmer überschaubar. „Bei uns wird jeder Läufer im Ziel persönlich mit Namen angesprochen“, sagt Thomas.

Dennoch: Ein paar mehr Läufer auch auf der Marathonstrecke wären schön. „70 bis 80 hatte ich mir mal als unterste Grenze gesetzt“, sagt Frank Thomas. In diesem Jahr waren es 35. Und so soll Mitte November entschieden werden, ob es auch bei der zweiten Auflage eine Marathonstrecke geben wird.

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