Heimatgeschichte in Saalfeld-Rudolstadt: Drei neue Infotafeln aufgestellt

Rudolstadt  Drei neue Tafeln erinnern jetzt im Landkreis an drei Orte mit sehr interessanter Vergangenheit – zum Beispiel an den Flugplatz in Schwarza.

Mitglieder der Arbeitsgruppe Heimatpflege im Kulturbund stehen an der Tafel, die an den ehemaligen Flugplatz in Schwarza erinnert. Insgesamt wurden an drei Orten im Landkreis Tafeln aufgestellt.

Mitglieder der Arbeitsgruppe Heimatpflege im Kulturbund stehen an der Tafel, die an den ehemaligen Flugplatz in Schwarza erinnert. Insgesamt wurden an drei Orten im Landkreis Tafeln aufgestellt.

Foto: Heike Enzian

Die Flugplatzbrücke in Schwarza ist vielen ein Begriff. Nicht zuletzt dank des Imbisses dort. Aber woher kommt der Name und welche Geschichte steckt dahinter? Darüber gibt jetzt eine Informationstafel Auskunft.

Aufgestellt wurde diese auf Initiative der dem Kulturbund angeschlossenen Arbeitsgruppe Heimatpflege um Kreisheimatpfleger Ralf Thun aus Schwarza. Am Sonnabend hatten sich interessierte Schwarzaer zur Einweihung der Tafel eingefunden, darunter Manfred Groß, der sich mit der Geschichte des Flugsplatzes bestens auskennt.

Nur der Name der Brücke erinnert heute noch daran, dass sich unweit einst ein rege genutzter Flugplatz befand. Am 28. Juli 1926 erfolgte die Aufnahme des Flugbetriebes auf der 770 Meter langen Start- und Landebahn. Bis 1928 entstanden die beiden Hauptgebäude. Im März 1945 wurde das Flugfeld durch einen alliierten Bombenangriff zerstört. Nach dem Krieg wurde das Areal im Rahmen der Bodenreform an Bauern vergeben, und die Gebäude wurden abgerissen. Es entstand hier das Gemüsekombinat.

Die Tafel in Schwarza war eine von dreien, die am Sonnabend eingeweiht wurden. Eine weitere befindet sich am „Drei-staateneck“ bei Untercatharinau, wo einst die Herzogtümer Sachsen-Altenburg, Sachsen Meiningen und das Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt aneinander grenzten. Eine Dritte wurde in Erinnerung an das ehemalige Benediktinerkloster am Eingang zum Landratsamt in Saalfeld aufgestellt.

„Mit dieser Aktion kommt die Heimatpflege wieder dort an, wo sie hingehört: in der Öffentlichkeit, bei den Bürgern und Gewerbetreibenden“, so Kreisheimatpfleger Ralf Thun. Er wünscht sich mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung für die Heimatpflege. „Wir Ehrenamtler bringen unser Wissen und unsere Zeit ein, aber es braucht auch die Mitwirkung von Politik und Verwaltung, sonst ist es nicht zu leisten. Dann besteht die Gefahr, dass viel Wissen mit der Zeit verloren geht“, sagt er.

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