Hitzeschlacht ohne Happy End

Büßleben  Gegen den letztjährigen Landespokal-Halbfinalisten Blau-Weiß Büßleben verliert der FC Saalfeld in der Verlängerung mit 3:4 (1:2; 3:3)

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In einem echten Pokalfight vor 126 Zuschauern gegen den letztjährigen Pokalhalbfinalisten mussten die Giering-Schützlinge nach großem Kampf am Ende sehr unglücklich die Segel streichen.

Der FC, gewarnt von der Spielstärke der jungen Büßlebener Mannschaft, versuchte selbst das Spiel zu bestimmen, was aber in den ersten 20 Minuten nach hinten los ging. Bereits nach drei Minuten die Führungschance für die Gastgeber, als der junge Schiedsrichter Drößler aus Gotha nach einer unübersichtlichen Aktion im FC-Strafraum auf den Punkt zeigte. Der zuverlässige Schlussmann der Saalfelder, Tobias Jockiel vereitelte mit guter Reaktion aber den Rückstand.

Die Saalfelder, etwas schockiert von dieser Situation, fanden zunächst kaum ins Spiel. Man stand zu weit weg von seinen Gegenspielern und die nutzten in dieser Phase ihre Schnelligkeitsvorteile und brachten das Gästetor dadurch immer wieder in Gefahr. Hinzu kamen Abspielfehler im Spielaufbau und das nutzten die Blau-Weißen sofort aus, als sie einen solchen Ball abfingen und überfallartig die FC-Abwehr auskonterten. Tobias Jockiel hatte beim Schuss von Braune keine Abwehrchance. Die Gastgeber blieben dran und die FC-Abwehr – ohne Paul Burghause und Marvin Brehm – bekamen bei den schnellen Angriffen alle Hände voll zu tun, hatten aber Tschirschky nicht in den Griff, der ungehindert zum 2:0 einschießen konnte.

Jetzt musste man um die Gäste fürchten, aber von da an zeigte sich die gute Moral der Giering-Elf, die von nun an immer besser ins Spiel fand und endlich auch für Gefahr im Strafraum der Gastgeber sorgte. So brachte einer dieser Angriffe über die linke Seite durch Toni Reichmann den Anschlusstreffer. Der Kicker musste nach einer scharfen Eingabe von Stan Kleyla nur den Fuß hinhalten. Jetzt wirkten die Gastgeber kurzzeitig verwirrt, aber es blieb bei der bis dahin verdienten Pausenführung.

Nach der Pause waren es die Gäste, die sich viel vorgenommen hatten und ihre Angriffsbemühungen wurden in der 50. Minute auch belohnt, als nach Doppelpass Felix Weber über an den Ball kam und den guten Torhüter der Gastgeber überwand. Jetzt entwickelte sich eine dramatische Pokalpartie zum Geschmack der Zuschauer, darunter auch viele Saalfelder. Der FC war weiter im Vorwärtsgang und hatte zunächst auch Erfolg. Ein Foul am erneut gut agierenden Stan Kleyla brachte durch Michael Gessner mit dem sicher verwandelten Elfmeter erstmals die Führung für die Gäste. Gleich danach eine erneut gute Möglichkeit für Stan Kleyla, aber er vergab. Die Gastgeber kamen jetzt wieder auf und sorgten auch immer wieder für Torgefahr, obwohl die Gäste insgesamt die besseren Tormöglichkeiten besaßen. Mit der Einwechslung der jungen Ole Bresemann und Moritz Hutschenreuter brachte Trainer Giering frische Kräfte, was sich für das FC-Spiel auch weiterhin positiv auswirkte, obwohl die Gastgeber zwischenzeitlich mit einem erneuten Elfmeter den Ausgleich erzielten.

Das Geschehen wogte jetzt auf und ab. Die Gastgeber dann in der 87.Minute mit der großen Möglichkeit, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, aber den platzierten Freistoß von Kreische kratzte Tobias Jockiel aus dem unteren Eck und so ging die Hitzeschlacht in die Verlängerung.

Auch im Nachsitzen blieb es ein großer Kampf mit guten spielerischen Momenten und auch Chancen auf beiden Seiten, die besseren auf Seiten der Gäste. Erst scheiterte Stan Kleyla und dann war es Felix Hutschenreuter, der mit seinem Schuss vielleicht zu lange zögerte. Aber auch die Gastgeber scheiterten mit einem Freistoß an die Latte und zu allem Übel wurde ein erneuter Foulelfmeter vergeben. Als alle sich schon mit den Gedanken vertraut machten ins Elfmeterschießen zu gehen, überschlugen sich in den letzten fünf Minuten die Ereignisse in der ohnehin spektakulären Partie. Zunächst scheiterte der junge Moritz Hutschenreuter, vom eingewechselten Edgars Omeljanenko freigespielt, am ausgezeichnet parierenden Hagen, der kurz vorher schon einen Heber von Ole Bresemann entschärfte. Dann brachte ein Freistoß durch Kreische im Gegenzug den glücklichen Sieg für die Gastgeber. Die Gäste warfen jetzt alles nach vorn, ohne dafür belohnt zu werden und büßten dabei noch Abwehrspieler Frank Naumoff ein, der einen Konterangriff der Gastgeber nur per Notbremse klären konnte.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten lieferten sich die Saalfelder einen großen Pokalkampf, der aber negativ für die Saalestädter endete. Da hilft auch der Trost, das die Gastgeber, außer im Pokalhalbfinale der abgelaufenen Saison, seit zwei Jahren keine Heimniederlage mehr hinnehmen mussten, wenig.

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