Industrie im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt zeigt Schwächen

Saalfeld/Rudolstadt.  Die Industrie ist seit Jahrzehnten das Rückgrat der Wirtschaft im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Jetzt zeigen sich ungewohnte Schwächen.

Die große Halle, in der die Werkö GmbH produziert, gehört der LEG Thüringen. In diesem Jahr wollte Werkö in eine eigene Immobilie im Ilmkreis umziehen. Zum Stand der Dinge hüllt sich das Unternehmen aktuell in Schweigen.

Die große Halle, in der die Werkö GmbH produziert, gehört der LEG Thüringen. In diesem Jahr wollte Werkö in eine eigene Immobilie im Ilmkreis umziehen. Zum Stand der Dinge hüllt sich das Unternehmen aktuell in Schweigen.

Foto: Thomas Spanier / OTZ

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Ist es nur eine Delle oder ein Trend? Den fünften Monat in Folge blieb der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt im September unter dem Wert des Vorjahres. Damit deutet sich auch für das Jahresergebnis ein Rückgang des Industrieumsatzes gegenüber 2018 an.

Die schlechten Nachrichten kamen zuletzt regelmäßig aus Königsee. Retrofit und die Traditionsfirma Werkö, die im Rinnetal seit 75 Jahren Werkzeuge aus Metall herstellt, zog es in den Ilmkreis, bei Ottobock und Kennametal standen beziehungsweise stehen Entlassungen an. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf das Kreisergebnis.

Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik setzten im September 46 Industrieunternehmen im Landkreis mit 50 und mehr Beschäftigten knapp 159 Millionen Euro um. Das sind fast neun Millionen Euro weniger als im September 2018. Auch im Februar, März und von Mai bis August blieb der Monatsumsatz unter dem jeweiligen Vorjahreswert. Der Rückstand summiert sich inzwischen schon auf rund 70 Millionen Euro und dürfte im letzten Quartal kaum aufzuholen sein.

Parallel zum Umsatzrückgang hat sich auch die Zahl der Industriearbeitsplätze verringert. So waren im September vorigen Jahres noch etwas mehr als 8000 Leute in den größeren Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes beschäftigt. Jetzt waren es noch 7746.

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