Jetzt amtlich: Landratswahl schon im Sommer

Saalfeld/Rudolstadt.  Am 28. Juni werden die Bewohner des Kreises Saalfeld-Rudolstadt an die Urnen gerufen. Dann wird der nächste Chef der Kreisverwaltung gewählt.

Das Saalfelder Schloss ist Sitz des Landratsamtes für den Kreis Saalfeld-Rudolstadt. Im Sommer wird ein neuer Schlossherr gesucht.

Das Saalfelder Schloss ist Sitz des Landratsamtes für den Kreis Saalfeld-Rudolstadt. Im Sommer wird ein neuer Schlossherr gesucht.

Foto: Thomas Spanier/OTZ

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Seit dieser Woche ist es amtlich: Am Sonntag, dem 28. Juni 2020, findet im Kreis Saalfeld-Rudolstadt die turnusgemäße Wahl des Landrates statt. Eine mögliche Stichwahl findet am 12. Juli statt.

Der Bescheid des Thüringer Landesverwaltungsamtes über die Festsetzung des Wahltermins trägt das Datum vom 21. Januar. Darin wird dem Wunsch des Landkreises auf diesen frühen Wahltermin entsprochen, der sogar außerhalb des eigentlichen Korridors liegt. Laut Thüringer Kommunalwahlgesetz soll der Termin nämlich „innerhalb der letzten drei Monate der Amtszeit des vorhergehenden Landrats“ liegen. Marko Wolfram (SPD) trat sein Amt als Nachfolger von Hartmut Holzhey (parteilos) am 3. Oktober 2014 an, so dass der frühestmögliche Termin Sonntag, der 5. Juli, und der späteste unter Berücksichtigung einer gegebenenfalls notwendigen Stichwahl der 13. September gewesen wäre.

Bürgermeisterwahl in Uhlstädt-Kirchhasel wohl parallel

Als Grund dafür, dass man sich nun außerhalb dieses Korridors bewegt, hatte das Landratsamt angegeben, man wolle nicht am Sonntag des Rudolstadt-Festivals wählen, wenn eine fünfstellige Zahl von Besuchern im Landkreis zu Gast ist und viele potenzielle Wahlhelfer beim Tanzfest eingebunden sind, andererseits aber auch die Sommerferien meiden, wenn viele Landkreisbewohner im Urlaub sind. Die Schulferien gehen in diesem Jahr vom 20. Juli bis zum 30. August.

Doppelt betroffen sind vermutlich die Wähler in Uhlstädt-Kirchhasel, wo in diesem Jahr ebenfalls ein neuer Bürgermeister gewählt wird. Er könne sich nicht vorstellen, dass man die Wählerinnen und Wähler in seiner Gemeinde zweimal in so kurzer Zeit an die Wahlurnen bittet, sagte Bürgermeister Toni Hübler (CDU), dessen Amtszeit ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte endet. In der Gemeinde wollte man aber zunächst die Entscheidung der Rechtsaufsicht über den Termin der Landratswahl abwarten.

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