Künstlerehepaar zeigt Arbeiten in Saalfelder Zahnarztpraxis

Saalfeld  Volkmar Kühn und Marita Kühn-Leihbacher stellen in der Saalfelder Zahnarztpraxis Süss aus. Die Eröffnung ist am Freitagabend.

Volkmar Kühn und Marita Kühn-Leihbecher stellen ab 21. Juni in der Galerie in der Praxis von Gabriele Süss in Saalfeld Skulpturen und Collagen aus. Foto: Guido Berg

Volkmar Kühn und Marita Kühn-Leihbecher stellen ab 21. Juni in der Galerie in der Praxis von Gabriele Süss in Saalfeld Skulpturen und Collagen aus. Foto: Guido Berg

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Volkmar Kühn und Marita Kühn-Leihbacher stellen gern in einer Zahnarztpraxis aus. „Das ist heutzutage gang und gäbe“, sagt Kühn, schließlich hätten die Leute Zeit, während sie auf ihre Behandlung warten, sich mit Kunst zu beschäftigen. Zumal auf so hohem Niveau, wie Kühn bemerkt.

In der Tat hat sich die Zahnarztpraxis von Gabriele Süss in der Saalfelder Darrtorstraße bereits als Galerie einen Namen gemacht. Der neueste Coup sind Skulpturen von Volkmar Kühn und Collagen aus geschöpftem Papier von Marita Kühn-Leihbacher. Am Donnerstag begann das Künstlerpaar, die Vernissage am heutigen Freitag – Beginn ist 18 Uhr – vorzubereiten. Die Zeitung nutzte dies für ein Vorgespräch.

Bei Volkmar Kühn war es so, wie er verrät, dass ihm die Kunst bereits in die Wiege gelegt wurde. Er hatte schon als Junge Talent und Lust, die Natur zu beobachten und zu zeichnen. „Mich interessierte das Werden und Vergehen“, sagt der 77-Jährige. Später rückt das Verhältnis von Mensch und Tier in den Vordergrund, ein Verhältnis, „das sehr gestört ist“. Zu seinen Methodiken gehört dabei das Herstellen von Ungewissheit. „Man weiß nie, was geschieht.“ So heißt eine von Kühns Plastiken „Zurück ins Wasser“ und zeigt einen nackten Menschen, der einen Fisch in der Hand hält. Für Kühn ein Moment der entscheidenden Frage. Kochtopf? Oder zurück ins Wasser? Entscheiden muss der Betrachter.

Auch seine Frau Marita Kühn-Leihbacher war eine frühe Zeichnerin. Irgendwann entdeckte die heute 75-Jährige in einem Workshop das Papierschöpfen für sich. Aus ihrem Papier fertigt sie Collagen, bei der die Gegenständlichkeit teils nur zu erahnen ist. „Ich komme ja vom Haptischen her“, sagt sie, die im Modedruck als Designerin gearbeitet hat. Die Auswahl ihrer Collagen für die Ausstellung in der Praxis nahm sie mit Bedacht vor: „Sie müssen mit den Plastiken meines Mannes harmonieren.“ Das Künstlerleben mit Volkmar Kühn schildert sie als „ein schönes Miteinander in der Kunst“.

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