Landesamt gibt Entwarnung: Verdächtige Körner sind kein Giftweizen

Jena/Röblitz.  Entwarnung für Gärtner, Eltern und Viehhalter in Röblitz, Saalfeld und Umgebung. Ergebnis einer Laboruntersuchung der Körner liegt vor.

Etwa so groß wie ein Weizen- oder Gerstenkorn, jedoch rosa bis violett gefärbt, so sehen die Efeusamen aus, die in Röblitz gefunden wurden.

Etwa so groß wie ein Weizen- oder Gerstenkorn, jedoch rosa bis violett gefärbt, so sehen die Efeusamen aus, die in Röblitz gefunden wurden.

Foto: Jens Voigt

Entwarnung für Gärtner, Eltern und Viehhalter in Röblitz, Saalfeld und Umgebung: Wie das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) am Montag mitteilte, handelt es sich bei den Mitte März in Gärten und Höfen gefundenen blassrosa bis violett gefärbten Körnern tatsächlich um Samen des Gemeinen Efeus (Hedera helix). Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Körnern aus dem Röblitzer Garten von Diana Arnold-Querengässer und Jens Arnold im zentralen Saatgut- und Pflanzenlabor der TLLLR in Jena, teilte nun Pressesprecherin Corinna Graf mit. „Die Früchte des Efeus reifen zwischen Januar und April. Und Amsel, Star, Rotkehlchen oder Gartenrotschwanz fressen diese Samen gern und verbreiten sie somit durch ihren Kot“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Der zunächst aufgekommene Verdacht, es könne sich um gebeiztes Saatgut oder gar um Giftweizen zur Mäusebekämpfung gehandelt haben, könne damit endgültig entkräftet werden, so Graf. Ähnliche Körner waren im gleichen Zeitraum auch in anderen Gärten von Röblitz, aber auch aus Saalfeld und Ichtershausen (Ilm-Kreis) gefunden und an das TLLLR gemeldet worden.

Violette Überraschung in Gärten von Röblitz und Saalfeld