Letzte große Hürde für Erdgasleitung in Reichmannsdorf genommen

Reichmannsdorf.  Rohr der Erdgasleitung liegt nun unter der Straße nach Meura

Der Düker, Rohrverbindung zur neuen Gasdruckmessanlage, wurde erfolgreich eingebaut. Die vorhandene Anlage, hier mit dem alten Gasrohr, wird ersetzt.

Der Düker, Rohrverbindung zur neuen Gasdruckmessanlage, wurde erfolgreich eingebaut. Die vorhandene Anlage, hier mit dem alten Gasrohr, wird ersetzt.

Foto: Norbert Kleinteich

Die Mitarbeiter von Vorwerk atmen auf. Der Düker, das Rohr der Erdgasleitung (EGL442), liegt nun unter der Straße nach Meura. Die Verbindung zur neuen Station, die gegen die alte ausgetauscht werden soll, konnte damit ohne Beschädigung der querliegenden Leitungen erfolgen.

Diese Fremdleitungen wie Gas, Abwasser, Trinkwasser, Telefon liegen dicht beieinander, so dass es in erster Linie für den Baggerführer ein genaues Zentimetervorgehen abverlangte, um hier ohne Probleme die entsprechenden Maße für den Einbau des Dükers einzuhalten. Hinweise des verantwortlichen Mitarbeiters waren hier notwendig und erfolgreich. Dazu erschwerte der Fels die Arbeiten.

Verschiedene Querleitungen erschweren Einbau

Zu den über zehn Fremdleitungen, die einzeln eine unterschiedliche Höhe haben, musste ein Mindestabstand für das neue Rohr von 50 Zentimetern eingehalten werden. Das ist auch der Grund warum man gut zwei Meter tief ins Erdreich gehen musste. Das Einbringen des Dükers, kam einem Einfädeln gleich, wie man sich wegen der Lage der verschiedenen Querleitungen vorstellen kann. Dazu weist der Düker einen Knick auf, um an die Stelle der neuen Station zu gelangen.

Diese ist eine Gasdruckmessanlage, die das Gas an die Thüringer Energienetze (TEN) weiterleitet. Mit dieser Anlage, auch Armaturengruppe, wird der Druck des bereitgestellten Gases von 25 Bar auf den benötigten Druck reduziert und am Ende bis zu den Verbrauchern weitergeleitet. Das „Einfädeln“ war ein Prozess über gut zwei Stunden, bei dem zwei Bagger den Düker aufnahmen und ihn Stück für Stück durch das Hindernis der Querleitungen manövrierte. Mitarbeiter sicherten das Vorgehen und halfen beim präzisen Positionieren zum Anschluss an das bereits vorliegende Rohr. Nach dem Schweißen konnte mit der Verfüllung begonnen werden, so dass in dieser Woche die Straße nach Meura wieder frei sein wird.

Die Gasdruckmessanlage ist übrigens das Ziel für die EGL442 bis 31. Dezember 2020. Letzte Arbeiten erfolgen zwischen Eyba und der B281 sowie zwischen Hoheneiche und Reichmannsdorf, wo im Wald zur Vorbereitung für den Austausch der Erdgasleitung im kommenden Jahr bereits Fällungen vorgenommen wurden. Hernach erfolgt die Wiederaufforstung.