Mehr Jäger und weniger Sportschützen registriert

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sind über 7500 Schusswaffen zugelassen. Auch die Zahl der kleinen Waffenscheine steigt.

Ein Sportschütze beim Training.

Ein Sportschütze beim Training.

Foto: dpa

Rudolstadt. Deutlich mehr Gewehre und Flinten für Jäger und etwas mehr Pistolen und Revolver für die sinkende Zahl der Sportschützen – das ist der Trend beim Waffenbestand im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Den größten Teil der 1518 Waffenbesitzer machen Jäger aus. Lag ihre Zahl im Vorjahr noch bei 755, sind es nun 769. Zur gleichen Zeit sank die Zahl der Sportschützen um vier auf 634. Dazu kommen 115 andere Waffenbesitzer wie etwa Sammler oder Erben.

Der Waffenbestand stieg um 186 Schusswaffen auf 7512. Die Besitzer verfügen über einen Bestand von 5402 Langwaffen, 169 mehr als im Vorjahr. Der Bestand an Kurzwaffen stieg um 17 auf insgesamt 2110. Den Waffenbesitzern stehen 29 Schießstände im Landkreis zur Verfügung, die überwiegend von Vereinen betrieben werden.

Laut Landratsamt wurden im vergangenen Jahr 71 sogenannte Kleine Waffenscheine erteilt, 15 weniger als im Vorjahr. Diese sind zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen erforderlich. Insgesamt stieg die Zahl der Kleinen Waffenscheine von 659 im Jahr 2019 auf 710.

Wegen der Corona-Einschränkungen konnte die Behörde nur im Januar und Februar insgesamt 15 Waffenkontrollen durchführen, bei denen keinerlei Verstöße festgestellt wurden.

In 61 Fällen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren nach polizeilichen Hinweisen eingeleitet. Davon wurden in 28 Fällen gegen das Verbot des Führens von sogenannter Einhandmesser, insbesondere im Einlassbereich des Amtsgerichtes Rudolstadt, verstoßen. In 17 Fällen wurden Hieb- oder Stoßwaffen und in drei Fällen Anscheinswaffen geführt.