Mehrsprachige Hörführung in KZ-Gedenkstätte Laura

Schmiedebach.  Der Mediaguide der KZ-Gedenkstätte Laura bei Schmiedebach wurde um eine italienische und russische Sprachfassung ergänzt.

In der Gedenkstätte Laura bei Schmiedebach, einem Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, gibt es Audioguides in mehreren Sprachen.

In der Gedenkstätte Laura bei Schmiedebach, einem Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, gibt es Audioguides in mehreren Sprachen.

Foto: Thomas Müller

Damit ist die Führung auf jetzt sechs Sprachen zum Herunterladen auf Android- und Apple-Smartphones sowie als Leihgerät in der Gedenkstätte selbst erhältlich.

„Die Gedenkstätte Laura 4.0, wie es sich der verstorbene Wil van Hasselt, Sohn eines ehemaligen Häftlings, einmal wünschte, ist Wirklichkeit“, sagte Landrat Marko Wolfram zur Vorstellung des fertiggestellten Mediaguides im letzten Jahr. Mit dem Mediaguide können die Besucherinnen und Besucher der Gedenkstätte das Gelände und seine Geschichte selbstständig erkunden und sich dazu Informationen sowie Originalzitate und Erinnerungen ehemaliger Gefangener anhören – auf Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch und jetzt auch auf Russisch und Italienisch.

Bürger aus der ehemaligen Sowjetunion sowie italienische Kriegsgefangene stellten einen hohen Anteil der Menschen im Konzentrationslager Laura. Auch waren viele Polen inhaftiert; eine polnische Fassung folgt im Laufe des Jahres.

Die Hörführung kann als App auf die meisten Smartphones heruntergeladen oder aber als Gerät gegen Pfand in der Gedenkstätte ausgeliehen werden. Wegen der Hygieneanforderungen werden die Geräte nach jeder Benutzung desinfiziert, es können jedoch keine Kopfhörer mit ausgeliehen werden. Die Leihgeräte verfügen über einen regulären Anschluss, in den eigene Kopfhörer eingesteckt werden können.

Der Mediaguide konnte dank der Förderung durch die Thüringer Staatskanzlei realisiert werden. Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, der Träger, Eigentümer und Betreiber der KZ-Gedenkstätte Laura ist, leistete einen Eigenanteil. Unterstützend mitgewirkt hat der Förderverein Gedenkstätte Laura.

Insgesamt waren rund 2600 Menschen im KZ Laura inhaftiert, mindestens 550 Männer und Frauen fanden den Tod.

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