Meine Meinung: Robin Kraska über tote Leitungen im Taxiunternehmen

Der Aufsteiger Uber mischt derzeit den Taxi-Markt auf. Doch in Saalfeld war an diesem Wochenende der Angstgegner ein alter Bekannter.

Robin Kraska.

Robin Kraska.

Foto: Peter Michaelis

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Gerade erst haben die besten Fußballerinnen der Erde um den Weltmeistertitel gekickt. Im Finale standen die Niederländerinnen der USA-Mannschaft gegenüber, die als Angstgegner gelten dürften. Viermal haben die sich den Pokal schon geholt, unsere Nachbarn noch nie. Es war eine übermächtige Konkurrenz.

Ein potenzieller Konkurrent für die Taxi-Union aus Saalfeld ist hingegen Uber, ebenfalls aus den Staaten. Mit Uber kann man sich, vereinfacht gesagt, per Handy-App unter anderem einen Mietwagen mit Fahrer oder auch ein reguläres Taxi bestellen. Das mischt den herkömmlichen Taximarkt auf. Sylvia Benders Angstgegner ist eigener Aussage zufolge aber nicht Uber, sondern die Telekom.

Die Unternehmerin kann kaum glauben, was ihr seit Freitag mit dem auch „rosa Riese“ genannten Telekommunikationsgiganten widerfahren ist. Den ganzen Freitag hing sie in Servicehotlines, beschrieb immerfreundlichen Frauenstimmen vom Band ihr Problem, während ihre eigene Laune in den Keller sackte. Am Abend sei sie so fertig gewesen, dass sie ihre Nachtschicht absagen musste. Am schlimmsten sei die Hilflosigkeit. „Man ist ausgeliefert gegenüber der Ignoranz.“

Deutliche Worte, die das Dilemma eines Taxiunternehmens ohne funktionierenden Telefonanschluss aber nur andeuten können. Denn hier werden Existenzgrundlagen bedroht. Nach einem unfreiwillig arbeitsarmen Wochenende, wo viele Aufträge und üppige Einnahmen hätten sein können, kam am Montag die kleine Entwarnung: Die Telekom hat eine Art Notschalte aufs Handy ermöglicht.

Am Dienstag soll der Schrecken endgültig vorbei sein. Hoffen wir es, denn die beige Flotte und ihre Fahrer stehen bereit.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren