Meine Meinung: Schwertstöße vor dem Spiegel

Guido Berg über die Vorwürfe gegen die Saalfelder Tafel.

Reporter Guido Berg

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Foto: Foto: Lutz Prager

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Rassismus ist eine der dümmsten und gefährlichsten menschlichen Regungen. Dumm ist Rassismus, weil er keine faktische Basis hat, denn alle Menschen sind gleicher Abstammung. Gefährlich ist Rassismus, weil er die Triebkraft der schlimmsten Gräueltaten ist. Die meisten Menschen wissen das und reagieren auf Rassismus mit Abscheu und Ekel. Weil das so ist, ist ein Rassismus-Vorwurf ein scharfes Schwert. Es sollte mit Bedacht geführt werden und nur jene treffen, die es nachweisbar verdient haben.

Ich habe starken Zweifel, dass das bei den ehrenamtlichen Helfern der Saalfelder Tafel der Fall ist. Die Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss erhebt diesen Vorwurf und bezieht sich auf eine Begebenheit, bei der sie genauso wenig anwesend war wie ich. Sie jedoch weiß in einer Mitteilung von „tief verankertem Rassismus“ zu sprechen.

Angesichts des hohen sozialen Rufs der Tafel, ihrer Verdienste, angesichts des enormen Engagements ihrer Helfer und Protagonisten wäre es richtig gewesen, zunächst das Gespräch zu suchen. Die Möglichkeit eines Missverständnisses liegt auf der Hand. Hier sofort das scharfe Schwert zu schwingen, ist eitle Spiegelfechterei und führt zum Gegenteil des Gewollten: Das Schwert wird stumpf.

Saalfelder Tafel weist Rassismus-Vorwurf der Linken zurück

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