Meine Meinung: Über die Qual des Wartens

Henry Trefz bespricht die Perspektive auf 24 Tage Countdown

 Henry Trefz

 Henry Trefz

Foto: Alexander Volkmann

Auch wenn das Wetter nach ein paar Schneeflocken zum meteorologischen Winterbeginn am Sonntag nun wieder die Plusgrade ins Visier nimmt, hat das Wochenende jeden Zweifel ausgelöscht, dass Weihnachten vor der Tür steht. Ja, liebe Prokrastinierer, das ist ein Angeberfremdwort für die Auf-die-lange-Bank-Schieber, ihr werdet es geflissentlich überlesen, damit ihr, wenn man euch in drei Wochen fragt, wie weit euer Geschenke-Einkauf fortgeschritten ist, glaubwürdig behaupten könnt, dass euch ja keiner erinnert hat. Und klar, was dem einen die anschwellende Besorgungspanik ist, kann dem anderen nicht schnell genug herumgehen.

Adventskalender, habe ich bisher gedacht, seien für die Kinder unter uns, die auch im Dezember keine Igel zu kämmen haben, als die Ungeduld zu erschlagen, bis der 24. da ist. Doch das Thema ist längst keine Allerweltsangelegenheit mehr, dieser Tage hörte ich, man soll die letzten Tage vor dem Selberbasteln nutzen, die eigenen Kreationen schon mal zu präsentieren, auf dass die einfallslosen Supermarkt-Mitnehmer aber mal so ein richtig schlechtes Gewissen bekommen. Sonst hielt ich mich immer für einen Menschen, der es hasst, warten zu müssen, etwa in einer Schlange. Doch bei Weihnachten weiß ich: Der Tag kommt zügig genug. Ob mit oder ohne gute Geschenk-Idee.

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