Meine Woche: Plötzlich an der Macht

Henry Trefz über eine Woche, deren eine Besonderheit hoffentlich keiner bemerkt hat.

Henry Trefz schreibt seit 1991 für die Zeitung der Mediengruppe Thüringen

Henry Trefz schreibt seit 1991 für die Zeitung der Mediengruppe Thüringen

Foto: Alexander Volkmann

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Diese Woche hatte ich ein Gefühl, das man dereinst in der Nachwelt mal als Kemmerich-Effekt wird bezeichnen können, natürlich erst, wenn sich die Aufregung gelegt hat. Nein, nein, nein, liebe Leute, nicht gleich wieder den Puls hochpeitschen, ich meine das in keiner Weise politisch. Sondern ganz anders.

Und das kam so: Eigentlich wird unser Team von Thomas Spanier gelenkt und ob Sie mir das jetzt als authentisch abkaufen oder nicht, er macht das sehr souverän. Und weil das so ist, machen es ihm seine Kollegen auch leicht, was seinen Verdienst nicht schmälern soll. Nicht mehr ganz so vielen ist bekannt, dass Heike Enzian ihn vertritt, wenn er wohlverdiente Freizeit hat. Das ist nicht geheim, geschieht aber ebenso geräuschlos-geschmeidig, dass es wirklich mal verkündet gehört. Doch irgendwann kommt, was kommen muss: Beide machen zur gleichen Zeit Winterurlaub und der Rest unseres Teams wird führungsseitig gewissermaßen aus dem Paradies vertrieben. Streichhölzer haben wir nicht gezogen, aber vor allem mangels Erfahrung an der ersten Stelle im Sa-Ru-Team hatte keiner wirklich Lust, den Interimschef zu geben.

Das liegt auch daran, dass jeder bei uns weiß, was seine Aufgabe ist und eigentlich nie jemand par ordre de mufti erst aktiviert werden muss. Meist territorial aufgeteilt und manchmal auch nach Themen, kennt jeder irgendwann seine Pappenheimer, kann bald ein X erkennen, das sich als U getarnt hat und so braucht es an der Spitze seltener einen Bestimmer, sondern meist nur einen Entscheider. Sagen wir es rundheraus, mir fiel keine Ausrede ein, warum ich nicht selbst einmal eine Woche die Fäden in der Hand halten sollte, möglichst ohne an ihnen zu unnötig herumzuziehen.

Sicher haben viele Leser die Texte der beiden Urlauber (ein wenig) vermisst, hoffentlich hat den meisten die Themenzusammenstellung trotzdem gefallen. Wenn nicht, lassen Sie es uns jedenfalls wissen, es soll versprochen sein, dass wir mit der Berücksichtigung Ihrer Anregungen nicht bis zum nächsten Winterurlaub der Führungsspitze warten werden. Und nun trotz alledem: Daumen drücken, dass sie beide mit ihren Familien ohne Hals- und Beinbruch aus den Schneebergen wieder heimkehren. Schöne Woche!

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