Melancholischer Abgesang mit Cowboy Junkies zum Rudolstadt-Festival

Rudolstadt  Ein Abgesang zum Träumen: Die Cowboy Junkies aus Kanada beschließen das diesjährige Rudolstadt-Festival.

Margo Timmins von den Cowboy Junkies beim Rudolstadt-Festival.

Margo Timmins von den Cowboy Junkies beim Rudolstadt-Festival.

Foto: Norbert Kleinteich

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Fast wie ein schmerzliches Ende, dass nun nach vier Tagen das Rudolstadt-Festival gen Ende scheidet, klang es am Sonntagabend von der Großen Bühne im Heidepark, als ab 21 Uhr die Band Cowboy Junkies mit ihrem Auftritt die endlos scheinende Masse beschallte.

Im Blickpunkt der Scheinwerfer die Sängerin Margo Timmins, Schwester von Michael und Peter gemeinsam mit Alan Anton, dem Kindergartenfreund. Insgesamt 90 Minuten am Stück gab es pure Melancholie. Ein Dutzend Fotografen nahmen die Band und insbesondere sie in den Fokus. Ihr Gesicht verdeutlichte den Kummer, der in den Liedern mitschwingt. Die kanadische Band formierte sich 1985 in Toronto. Den Durchbruch schaffte das Quartett mit ihrem zweiten Album „The Trinity Session“, die ihr 1989 Doppelplatin in Kanada und Platin in den USA einbrachte. Platin gab es 1990 in Kanada auf das Album „The Caution Horses“. Zwei weitere Alben erreichten 1992 und 1993 Goldstatus. Diesen erhielt auch ihr Album 1996 mit den Titel „Lay It Down“, das vollständig aus Eigenkompositionen entstand.

Die Zuschauermenge im Heinepark war begeistert. Eine junge Frau schien ganz und gar von der Musik fasziniert zu sein. Im Rhythmus der Musik schien sie zu schweben. Fast wirkte sie wie in Trance. Obwohl alle ringsum dicht standen, konnte sie ihren Tanz für sich genießen. Das Konzert erlosch mit den letzten Takten und es war, als ob die Zuhörer, die den Cowboy Junkies frenetisch Beifall geklatscht und zu ihrer Musik getanzt hatten, beseelt nach Hause gingen.

Für die vier Kanadier, die von Peter über Margo bis Michael Timmins und Alan Anton 54 bis 60 Jahre alt sind, geht die Reise weiter. Am Montag waren die Junkies in Nürnberg, am heutigen Dienstag führt die Tour nach Ludwigsburg, am Wochenende nach Bochum und Amsterdam, nach Großbritannien, Massachusetts, Kanada und bis Ende des Jahres in die USA. – Und vielleicht auch wieder einmal zum Rudolstadt-Festival.

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