Mit Handzug, Luft und Klaviatur gekonnt Töne erzeugen

Saalfeld.  Wahl zum Verein des Monats: Der Förderverein „Fröhliche Musikanten“ hilft, die musikalischen Perspektiven für Kinder und Jugendliche zu verwirklichen.

Die Saalfelder Akkordeon-Big-Band „Fröhliche Musikanten” verbindet nicht nur die Musik. Hier musizieren Generationen gemeinsam.

Die Saalfelder Akkordeon-Big-Band „Fröhliche Musikanten” verbindet nicht nur die Musik. Hier musizieren Generationen gemeinsam.

Foto: Big-Band FM

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„Bei vielen Auftritten und Projekten konnte sich die Saalfelder Akkordeon-Big-Band ,Fröhliche Musikanten’ auf die Mithilfe und Unterstützung zahlreicher Eltern und Freunde der Akkordeonmusik verlassen. Nur so konnten viele musikalische Aktionen umgesetzt werden“, berichtet der Vorsitzende des Fördervereins, Lars Kämmler.

Hauptakteure sind die Musiker

Nur gemeinsam, wenn alle in die gleiche Richtung ziehen, sei man stark. Deshalb beschloss man die gutgemeinten Motivationsansätze und den Ehrgeiz der einzelnen Unterstützer zu bündeln und gründete am 1. Januar 2013 den Förderverein Fröhliche Musikanten e. V. „Unser Förderverein agiert immer im Hintergrund. Die Hauptakteure sind und bleiben die Musiker“, wird von Lars Kämmler angefügt.

Doch hinter wem steht der Förderverein, wen fördert er, wer ist eigentlich die Akkordeon-Big-Band „Fröhliche Musikanten”?

Begonnen hat die Geschichte der heutigen Big-Band 1991 in der Saalfelder Musikschule Triebel. Hier konnten die Kinder unter anderem das Instrument Akkordeon erlernen. 1993 wurde vom Diplom-Musikpädagogen Thomas Triebel das Kinder-Akkordeonorchester „Fröhliche Musikanten Saalfeld“ gegründet. 2006 wurde das neue Kinder- und Jugendorchester „Fröhliche Musikanten” ins Leben gerufen. Das Besondere: In diesem Orchester musizieren Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam. Der Einzugsbereich der Musiker und Musikerinnen reicht von Saalfeld, über Ludwigstadt bis Bad Berka und Umgebung. Im Rahmen der Neujahrs-Revue 2012 wurde durch den Dirigenten das Orchester zur Big-Band erklärt. Heute setzt sich die Big-Band aus 28 Musikerinnen und Musikern zusammen. Dazu kommt noch der Nachwuchs im sogenannten Vororchester. Dies sind Musikschüler, die noch fleißig lernen und üben, um ihr Instrument zu beherrschen. Später haben sie dann die Möglichkeit, in der großen Big-Band mitspielen zu können. Der Förderverein hat derzeit 35 Mitglieder.

Unterricht auch in derzeitiger Krise

Auch in der derzeitigen Krisensituation können sich die jungen Musikerinnen und Musiker sowie die Musikschüler nicht auf ihren sprichwörtlichen Lorbeeren ausruhen. Es wird auch weiterhin Unterricht durchgeführt. „Es ist ein Individualunterricht. Jeder bei sich zu Hause. Dank der Möglichkeiten der modernen Technik sind die Schüler und Lehrer digital miteinander vernetzt, und es kann auch schon einmal gemeinsam geprobt werden“, sagt Lars Kämmler. Verschoben werden müssen in diesem Jahr aber wohl die beliebten Trainingslager mit Gesang und Tanz.

Natürlich möchte man den hohen musikalischen Stand und das Können der „Fröhlichen Musikanten“ auf diesem Niveau halten. Schließlich wird es ja auch wieder Prüfungen vor dem Akkordeon-Lehrerverband e.V. geben. Und man hofft, dass man nach der Überwindung der Pandemie wieder viele Auftritte haben wird, um den Menschen mit der Musik Freude zu bereiten.

„Besonders in Pflegeheimen, Kurkliniken und ähnlichen Einrichtungen bringen die jungen Musiker ihre Melodien zu den Zuhörern, die nicht mehr selbst aktiv zu Konzerten reisen können. Hierbei gelingt es immer wieder, emotionale Erinnerungen bei den Gästen hervorzurufen“, wird berichtet.

Darüber hinaus begeistern die jungen Leute bei verschiedensten Konzerten und Anlässen. Beispielsweise bei den Kirmsen in Remschütz und Schmiedefeld, dem Feuerwehrfest in Crösten, bei Firmenfeiern, dem Rosenfest Kranichfeld, dem Brunnenfest Bad Berka oder beim Schlossfest in Blankenhain.

Winter-Revue ist der Höhepunkt

Der absolute Höhepunkt im Jahreslauf ist die Winter-Revue. Vor großem Publikum wird dabei das übers Jahr fleißig Einstudierte präsentiert. Dabei kommen aber nicht nur die Akkordeons zum Einsatz. Auf der Bühne wird auch gesungen und getanzt. Die Revue-Gäste erleben in einem zweieinhalbstündigen Programm einen bunten Strauß beliebter Melodien. Diese reichen von Klassikern über Melodien aus bekannten Filmen, Musicalausschnitten bis hin zu aktuellen Musikstücken. „Hierbei spannen diese Konzerte nicht nur den musikalischen Bogen zwischen Klassik und Moderne, sondern vereinen auch hierbei Generationen.“

ZUR SACHE:

Auch in diesem Jahr sucht die OTZ-Lokalredaktion gemeinsam mit der Volksbank eG Gera-Jena-Rudolstadt den Verein des Monats.

Seit Jahren wird mit dieser Aktion ehrenamtliches Engagement in der Region gewürdigt. Von April bis September haben jeweils drei Vereine aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt monatlich die Chance, in der OTZ-Lokalausgabe auf fast einer ganzen Zeitungsseite in Wort und Bild vorgestellt zu werden.

Den per Leservotum ermittelten Monatssiegern winken 750 Euro Preisgeld. Platz 2 bekommt 400 Euro, Platz 3 erhält 300 Euro. Die Vereine werden im Normalfall an den ersten drei Montagen im Monat vorgestellt, am vierten Montag erfolgt eine Zusammenfassung, und der Stimmzettel wird veröffentlicht. Gedruckte Stimmzettel sind auch in Filialen der Volksbank im Kreis Saalfeld-Rudolstadt erhältlich.

Auch die Leser können wieder vom Wettbewerb profitieren, denn beim Abstimmen werden unter den Umfrageteilnehmern monatlich zehnmal 50 Euro verlost.

Der Auftaktverein im Monat Mai war der Kinder- und Heimatverein Solsdorf. Es folgen zwei weitere Vereine, heute zunächst der Förderverein „Fröhliche Musikanten“ Saalfeld und dann die „Herbstzeitlosen“.

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