Neue Tablets für 50 Neuntklässler des Heinrich-Böll-Gymnasiums

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Schülerinnen und Schüler zeigen die neuen Geräte.

Schülerinnen und Schüler zeigen die neuen Geräte.

Foto: Schule

Saalfeld.  Der Einsatz der tragbaren Computer sei längst Routine geworden. Notfalls gibt es finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung.

Dieser Tage schauten 50 glückliche Gesichter in den Klassen 9a und 9c auf ihr neues Lernmedium, das I-Pad. Damit startet das Saalfelder Heinrich-Böll-Gymnasium in sein drittes Jahr als „Digitale Pilotschule“ und zählt rund 180 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der 9. bis 11. Jahrgangsstufe. Die Möglichkeit, das privat finanzierte Tablet und individuell bestelltes Zubehör sowohl für das Lernen im Unterricht als auch zu Hause nutzen zu können, mache das Angebot doppelt attraktiv, heißt es in einer Mitteilung der Steuergruppe „Digitale Pilotschule“.

Längst sei es mit den vorangegangenen beiden Jahrgängen im Unterricht Routine geworden, digitales Lernmaterial ohne Zeitverzug zur Verfügung zu stellen, Anschauungsmaterial, Arbeitsergebnisse oder auch Abstimmungen spontan über Apple-TV zu präsentieren. Verständnisorientiertes Lehren und Lernen könnten von den neuen technischen Möglichkeiten durchaus profitieren, selbstverantwortliches Arbeiten und Kommunikation in der Gruppe unterstützt werden. „Nicht zuletzt können geeignete digitale Werkzeuge eine intensivere Feedbackkultur im Unterricht befördern“, heißt es in einer Mitteilung der Schule.

Dabei hielten die beiden letzten Schuljahre durchaus so manche technische und organisatorische Hürde für die mit Tablet unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer bereit, nicht zuletzt auch deshalb, weil Planungen kurzfristig doch nicht wie angedacht umgesetzt werden konnten. Am Projekt „Digitale Pilotschule“ teilzunehmen, heiße eben auch, mit externen Partnern, wie zum Beispiel dem Schulträger oder auch der beliefernden Firma, Abläufe genau abzustimmen, geeignete Vereinbarungen zu finden, um letztlich die Herausforderung dieses Projekts gemeinsam bestmöglich zu meistern. „Doch die überwiegende Mehrheit der Lehrer und Lehrerinnen am Gymnasium sind – natürlich genauso wie die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen – hoch motiviert, auf diesem Weg immer sicherer und flexibler zu werden und das in aller Munde geführte Stichwort ,Digitalisierung’ mit wirklichen Bildungsinhalten zu füllen.“

Ein großes Dankeschön gebühre dem Vorstand der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt sowie dem Lions Club Saalfeld, die mit Spenden bei der Anschaffung von Leih-I-Pads unterstützten. Diese Hilfe komme denjenigen Familien zugute, für welche die Anschaffung ein finanzielles Problem darstellt. „Im Sinne der Bildungsgerechtigkeit sind wir so in der Lage, wirklich jedem Schüler und jeder Schülerin die Möglichkeit zur Teilnahme am Projektunterricht zu bieten“, erklärt Carolin Schellnack.