Neues Nutzungskonzept für den Kulturpalast Unterwellenborn

Unterwellenborn.  Länger war es still um den Kulturpalast in Unterwellenborn. Jetzt gibt es Neuigkeiten - zum Erzählsalon am Donnerstag im Schacht Luise.

Blick auf den Kuturpalast Unterwellenborn, der seit Jahren weitgehend ungenutzt ist.

Blick auf den Kuturpalast Unterwellenborn, der seit Jahren weitgehend ungenutzt ist.

Foto: TA

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Seit fast einem Jahr sind die Mitglieder des Vereins Kulturpalast Unterwellenborn nicht mehr im Haus, für das sie sich so engagieren. Rausgeschmissen vom Eigentümer, hätten andere längst die Flinte ins Korn geworfen. Nicht so die „Kulturpalästler“.

Kulturmanager stellt Potenzialanalyse vor

Die Olsenbande haben sie ins Freibad geholt, das Denkmal, umrahmt von mitreißendem dänischen Blues, vor über 300 begeisterten Zuschauern virtuell an der Leinwand leben lassen, deutschlandweit Künstler auf die Missstände aufmerksam gemacht und ihre Unterstützung erhalten. Mit Erzählsalons haben sie Erinnerungen an die aktiven Zeiten des Palastes wach gerufen.

Weniger öffentlichkeitswirksam aber umso wichtiger: Der Kulturpalast hat ein Konzept, das zur Region, den großen Herausforderungen unserer Zeit und den vorhandenen baulichen Gegebenheiten passt. Hierzu hat der Regional- und Infrastrukturentwickler sowie Kulturmanager Pierre Wilhelm in Zusammenarbeit mit dem Verein eine Potenzialanalyse mit Nutzungskonzept entwickelt, das die vorhandenen Erkenntnisse zum Haus und der Region einbezieht.

Vom „Klotz am Bein“ zum Impulsgeber in der Region

Pierre Wilhelm kann neben erfolgreichen Vergleichsprojekten in anderen Bundesländern auch auf ein großes Netzwerk und die Zusammenarbeit mit internationalen Akteuren verweisen. Hierzu zählt beispielsweise die Prognos AG, eines der ältesten Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Europas mit Mandanten in allen Ebenen von Politik, Wirtschaft und Verwaltung. In die Konzeption sind aus einer Vielzahl von Gesprächen die Bedürfnisse der Region und darüber hinausgehender potenzieller Nutzer eingeflossen. So kann der Kulturpalast Unterwellenborn vom „Klotz am Bein“ zum weiterer Impulsgeber in der Region werden, ohne etablierte Akteure in der Region zu behindern.

Bilder und Filme zum Zustand des Gebäudes werden gezeigt

Am Donnerstag dieser Woche, dem 16. Januar, 18 Uhr beim dritten Erzählsalon im Schacht Luise in Goßwitz wird davon zu hören sein. Thema ist die Zukunft des Kulturpalastes. Torsten Ströher, Vereinsvorsitzender, berichtet mit Bild- und Filmmaterial kurz über den derzeitigen Zustand des Gebäudes. Landrat Marko Wolfram (SPD) hat sein Kommen zugesichert, um die Haltung des Landkreises zum „Problemkind“ Kulturpalast zu verdeutlichen. Die Erwartungshaltung nicht nur der Vereinsmitglieder an die Ausführungen des Landrates sind hoch.

Fördergelder für die Dachsanierung stehen bereit

Nach wie vor hält das Land Thüringen Fördergelder für die dringend nötige Sanierung vor allem des Nordflügeldachs bereit. Der Eigentümer, Knut Schneider, wurde ebenfalls nach Goßwitz eingeladen. Ob er kommen wird, ist zur Zeit noch unklar. Michael Thomas, Soziologe vom Brandenburg‐Berliner Institut für Sozialwissenschaftliche Studien BISS, hat einiges zur Bedeutung des Palastes für die Kultur im ländlichen Raum zu berichten. Ergänzt wird die Erzählerrunde von Reinhard Salzmann, dem letzten Kulturhausleiter, Peter Walter, Heidrun Stiller, Pierre Wilhelm und den Matadors.

Schauspieler Peter Bause kommt nach Unterwellenborn

Einige der vielen prominenten Unterstützer werden im Frühjahr in einem zusätzlichen Erzählsalon den Bürgern Rede und Antwort stehen. Der Schauspieler Peter Bause aus Berlin freut sich schon jetzt darauf. Wenn der Eigentümer sich seiner Verantwortung als Denkmalbesitzer klar ist, vielleicht wieder in Zusammenarbeit mit dem Verein und dann im Kulturpalast. Die Vereinsmitglieder freuen sich auf viele Besucher, die mit ihrer Anwesenheit bekunden, dass sie für eine Zukunft des Kulturpalastes stehen.

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