Oberwellenborn: Eine Krippe zwischen Stroh und Schafen

Oberwellenborn.  „Heiligabend im Stall“: Das Krippenspiel soll in diesem Jahr in der Trocknungshalle Oberwellenborn stattfinden.

Pastorin Katarina Schubert freut sich auf „Heiligabend im Stall".

Pastorin Katarina Schubert freut sich auf „Heiligabend im Stall".

Foto: Dominique Lattich

Das Weihnachtsfest soll so gut wie möglich so stattfinden, wie es die Menschen aus der Region kennen – auch mit Krippenspiel. Dafür setzt sich Pastorin Katarina Schubert derzeit ein. Sie trat mit der Agrargenossenschaft Kamsdorf in Kontakt, um einen geeigneten Ort für Heiligabend zu finden und stieß dabei auf offene Ohren.

„Sie haben sich der Sache angenommen und uns schließlich mitgeteilt, dass die Trocknungshalle in Oberwellenborn unweit der Milchtankstelle ab Dezember leer steht. Wir dürfen sie kostenfrei nutzen“, erklärt die Pastorin. In dieser Woche habe es bereits eine Begehung mit dem Veranstaltungstechniker Volker Schmidt gegeben. „Er hat auch tolle Ideen, wie man die Halle erstrahlen lassen kann“, sagt Katarina Schubert. „Ein Baum soll aufgestellt werden und Strohballen werden alles gemütlicher aussehen lassen.“

So war es naheliegend, das Projekt „Heiligabend im Stall“ zu nennen – eben auch ganz im Sinne der Weihnachtsgeschichte. Schmunzelnd verrät sie: „Wir wollen auch Schafe organisieren.“

Stück mit 30 Mitwirkenden

Es sei eine echte Herausforderung, so die Pastorin. „Und außerdem ist es etwas ganz Neues für uns alle.“ Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Unterwellenborn, Oberwellenborn, Röblitz und Kamsdorf haben sich bereits auf das Krippenspiel eingestimmt. Etwa 30 Leute werden beteiligt sein, ein passendes Stück ist schon ins Auge gefasst worden. Anfang Dezember sollen die Proben in der Halle beginnen. Unterstützung gibt es auch vom Bauhof der Gemeinde, der die Bänke aufstellen will.

Heiligabend soll nicht sang- und klanglos vorüber gehen, nirgends. „In den Gemeinden werden die Kirchen offen sein und kleine Andachten stattfinden, die von Mitgliedern des Gemeindekirchenrates und Lektoren gestaltet werden. Das ist der aktuelle Plan und wir hoffen so sehr darauf, dass wir alles umsetzen können und genehmigt bekommen“, sagt Schubert.

Da die Halle nicht beheizt werden kann, rät die Pastorin, eine Decke mitzubringen. „Ich freue mich über jeden, der Heiligabend, 15 Uhr, zu uns kommt.“