Probstzella plant Gutachter für Itting-Garagen

Probstzella.  Der Gemeinderat befürchtet Baupfusch, doch das Architekturbüro gibt sich zuversichtlich und selbstbewusst. Derzeit wird der Klinker ausgebessert.

Die Itting-Garagen im Januar mit bereits fertiggestellter Fassade.

Die Itting-Garagen im Januar mit bereits fertiggestellter Fassade.

Foto: Robin Kraska

An den Itting-Garagen hat die Sanierung der Klinkerverkleidung im Sockelbereich begonnen. Wie Bürgermeister Sven Mechtold (SPD) sagt, werden zunächst die schadhaftesten Stellen im vorderen Bereich an der Eingangstür, Schaufenstern und Auffahrt ausgebessert. Mechtold hofft, dass sämtliche Arbeiten mit Ablauf des Jahres abgeschlossen sind.

Abgesehen vom Klinker betreffe das nur noch Gewährleistungsfragen, „bei denen wir aktuell mit den Baufirmen in Abstimmung sind“. Frank Jaschke als neuer Projektverantwortlicher beim ausführenden Architekturbüro Brenne aus Berlin bestätigt das. Demnach sei das Ziel, soviel originale Baumasse wie möglich zu erhalten, der absolute Großteil der Klinker bleibe erhalten.

Zusätzlich müsse noch die Mauer zur Auffahrtsrampe erneuert werden, wozu auch eine bündig eingelassene Ecklaterne zähle. „Ein sehr schönes Detail“, so Jaschke. Sie wurde originalgetreu rekonstruiert. Oberhalb der Schaufenster an der Straßenseite seien noch kleinere Arbeiten am Putz zu erledigen, dergleichen an Teilen der Fassade. „Mit Ablauf dieses Jahrs sollte alles durch sein“, sagt Jaschke. Ein Gerüst und sei nicht mehr erforderlich. Der Klinker soll in etwa drei Wochen fertiggestellt sein.

Laut Gemeinderatsmitglied Maik Albrecht (FuV) ist man im Gemeinderat nach wie vor nicht glücklich mit den Arbeiten. Inzwischen hätten die Mieter der ersten Wohnung auf Mietminderung geklagt, während das andere Apartment noch immer unvermietet sei. „Und das ganze mit einem Jahr Verzögerung und Kostensteigerungen. Das geht so nicht!“, meint Albrecht, was auch der Tenor im Gemeinderat sei. Das Problem mit den undichten Fenstern habe sich „nach dem x-ten Versuch“ immerhin gegeben, dennoch erwägt die Gemeinde nun, einen Gutachter über vermuteten Baupfusch entscheiden zu lassen. Nicht zuletzt habe sich das Attikadach als ungeeignet herausgestellt.

Diesen Vorwürfen verwahrt sich Brenne unverändert deutlich. „Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Es gibt Probleme, die an den Baufirmen liegen. Aber wir sind dran“, sagt Jaschke dazu.