„Rudolstadt ist für mich als Kölnerin eine Augenweide“

René Stoof vom Theater Rudolstadt im Gespräch mit MMM-Stargast Tina Teubner

Tina Teubner

Tina Teubner

Foto: Agentur

Frau Teubner, wo kommen Sie gerade her?

Ich komme frisch von der Aufzeichnung der ARD-Show Ladies Night. Wir zeichneten die erste Ausgabe aus, die von Daphne de Luxe moderiert wurde.

Das war eine ganz besondere Sendung, denn wir kamen an und der WDR streikte in gelben Warnwesten vor dem Aufnahmestudio. So mussten ganz schnell alle Mitarbeiter an Kamera, Ton und Übertragungswagen vertreten werden. So blieb nicht einmal Zeit zum Proben oder Schminken. Das war sehr aufregend und am Ende, trotz der Umstände, eine gute Sendung.

Was ist Ihnen bei der Ankunft in Rudolstadt als Erstes aufgefallen?

Diese wahnsinnige Bausubstanz. Ich bin erstaunt, wie viele alte Gebäude hier erhalten werden konnten bzw. saniert wurden. Für jemanden, der wie ich in Köln lebt, was nach dem Krieg ja vollkommen zerstört war, ist Rudolstadt mit seinen Gassen und herausgeputzten Straßenzügen eine Augenweide.

Wobei vergessen Sie die Zeit?

Mit sehr guten Freunden, Büchern und guten Gesprächen. Leider nicht bei der Arbeit.

Wann platzt Ihnen der Kragen?

Der Kragen platzt mir meist in total banalen Situationen, wenn z.B. mein Mann bei Gelb bremst oder ich meinen Schlüssel nicht finde. Da müsste ich noch souveräner werden.

Was lieben Sie an ihrem Beruf?

Da liebe ich eine ganze Menge. Es ist ein Beruf bei dem man sich jeden Tag mit Schönheit umgibt und beschäftigen kann. Ich bin genötigt, an allen was mich beschäftigt, die erzählenswerte Seite so humorvoll wie möglich herauszufiltern. Und wenn ich damit dann Menschen zum Lachen bringen kann, macht mich das sehr glücklich.

Was war Ihre letzte gute Tat?

Es gibt eine Tat, die mir etwas Größe abgerungen hat. Ich habe einen langjährigen Freund von dem ich mich ungerecht behandelt fühlte. Alles in mir hätte ihm gerne einen zornigen Brief geschrieben, aber ich habe es geschafft mich zu mäßigen und den Brief nicht so böse zu formulieren, wie ich es vielleicht gerne gemacht hätte.

Haben Sie ein Vorbild?

Ein konkretes Vorbild hatte ich zwar nie, jedoch hat mich die Arbeit von Pina Bausch und Josef Hader sehr begeistert.

Wofür würden Sie mitten in der Nacht aufstehen?

Wenn es meinen Kindern schlecht geht. (red)

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