Verstümmelte Katze gestorben: Rudolstädterin sammelt Spenden, um Tierquäler zu ergreifen

Rudolstadt.  Ein Unbekannter hatte Katze „Minka“ in Volkstedt die Hinterläufe abgetrennt, das Tier starb. Nun setzt die Familie alles daran, den Täter zu finden.

„Minka" starb einige Tage, nachdem ihr ein Unbekannter am 27. September die Hinterläufe abgetrennt hatte, hier ein Foto aus ihren letzten Tagen. 

„Minka" starb einige Tage, nachdem ihr ein Unbekannter am 27. September die Hinterläufe abgetrennt hatte, hier ein Foto aus ihren letzten Tagen. 

Foto: Daniella Gasda

Die Ende September verstümmelte Katze aus Volkstedt hat es nicht geschafft. Laut Besitzerin Daniella Gasda ist die vier Jahre alte „Minka“ vorigen Samstag ihren Verletzungen erlegen. Ein Unbekannter hatte dem Tier beide Hinterbeine abgetrennt und es auf dem Grundstück der Familie abgelegt. Ein Tierarzt hielt es für unwahrscheinlich, dass die Verletzungen von einem Unfall, etwa mit einer Tierfalle, herrühren.

Die Familie hält mehrere Alpakas und Hunde auf ihrem Grundstück. Daniella Gasda glaubt an einen mit hoher Wahrscheinlichkeit psychisch kranken Täter ohne Beschäftigung und zu viel Zeit sowie „großem Hass.“

Die Familie hat nun 3000 Euro Belohnung für Hinweise die zur Ergreifung des Täters führen ausgesetzt. „Zusätzlich haben Privatleute bereits 923 Euro gespendet“, sagt sie. Auch die Tierrechtsorganisation Peta habe 1000 Euro Belohnung ausgelobt. „Die kamen sogar von sich aus auf uns zu“, sagt Gasda.

Sie hatte den Fall bei Facebook auf ihrer privaten Seite und in der offenen Gruppe „Rudolstädter“ publik gemacht und viel Solidarität erfahren. Gasda hält es für möglich, dass der Tierquäler über dortige Aussagen ableiten konnte, wann die Familie aus dem Urlaub zurückkehren würde, um seine Tat unbemerkt auszuführen. Die Polizei habe ihr am Montag mitgeteilt, dass der Fall „ausermittelt“ sei. „Allerdings war nicht einmal ein Beamter bei uns vor Ort“, sagt Daniella Gasda. Erst nachdem in der Folgewoche eine weitere Blutspur in der benachbarten Gartensparte entdeckt worden war, habe sich ein Polizist vor Ort umgesehen.

Einen politischen Hintergrund schließt Gasda aus – die Rudolstädterin sitzt für die AfD im Kreistag. „Wir bleiben dran und wollen die Belohnung in regelmäßigen Schritten erhöhen“, sagt die Tierfreundin. Denn: „Tierquälerei ist Sadismus und oft die Vorstufe, Menschen Gewalt anzutun“, weiß sie. Tatsächlich ist kriminologisch erwiesen, dass beispielsweise viele Serienmörder oft zunächst Tiere misshandelten.