Saalfeld, Rudolstadt und Bad Blankenburg auf Schmierfinkfang

Bad Blankenburg.  „Sauberkeit im Dreiklang“ ist Thema beim Pressegespräch des Neujahrsempfangs des Städtedreiecks.

Wenige Tage nach der Reinigung war die Unterführung der Straße Unterm Kitzerstein in Saalfeld im August 2019 erneut mit Graffiti verunziert worden.

Wenige Tage nach der Reinigung war die Unterführung der Straße Unterm Kitzerstein in Saalfeld im August 2019 erneut mit Graffiti verunziert worden.

Foto: Stadtverwaltung Saalfeld

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Gegen unschöne Graffitikunst gehen die Städte des Dreiklangs massiver vor. Das sagten die Bürgermeister bei der Pressekonferenz, die dem Neujahrsempfang des Städtedreiecks voranging. Jede dieser Verunstaltungen werde zur Anzeige gebracht, wie Saalfelds Bürgermeister Steffen Kania (CDU) mitteilt. „Es sind Bekundungen zu rivalisierenden Fußballvereinen oder auch politische Äußerungen von der linken und rechten Seite“, zählt Kania die Motive auf. Die Anzeigen sollen zunächst abschrecken. Zwar haben in Saalfeld kaum Ermittlungen zum Erfolg geführt, aber die Datenbanken mit den Schmierereien werden durch jede Anzeige erweitert, so dass auch später noch immer Täter ermittelt werden können – und wenn die „Handschrift“ passt auch gleich für mehrere Delikte.

Illegaler Sprayer musste 4500 Euro Strafe zahlen

Mehr Erfolg hatte Rudolstadt im Zuge der Ermittlungen. Wie Bürgermeister Jörg Reichl (BfR) sagt, habe man fünf Täter ermitteln können. Ein Fall von vor zwei Jahren blieb ihm besonders im Gedächtnis: „Ein 56-Jähriger wurde geschnappt“, erzählt der Bürgermeister. Der Mann musste nach einem Verfahren 4500 Euro zahlen. Dass nach ihm noch weitere ins Netz gehen, ist nicht auszuschließen.

An „Sauberkeit im Dreiklang“ beteiligen sich alle drei Städte. Nicht nur durch die Anzeigen, sondern auch durch Aktionen mit Schulen und Künstlern. Dafür konnte das Städtedreieck die Telekom als Partner gewinnen und die Schmierereien an vier Kästen des Anbieters professionell übermalen. „Seitdem wurden sie nicht wieder verunstaltet und selbst wenn: wir werden den längeren Atem haben“, verdeutlicht Kania. Außerdem stoße die legale Kunst auf positive Resonanz.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.