Saalfelder Festring lud zur Stöber-Premiere 2020 ein

Saalfeld.  Erster Trödelmarkt in diesem Jahr auf dem Weidig. Für 2020 sind noch zwei weitere Termine geplant - abhängig von den Corona-Entwicklungen.

Claudia Enger war zum ersten Mal auf dem Weidig-Trödelmarkt. Hier zeigt die Saalfelderin zwei Zierpuppen aus ihrem Privatbesitz. 

Claudia Enger war zum ersten Mal auf dem Weidig-Trödelmarkt. Hier zeigt die Saalfelderin zwei Zierpuppen aus ihrem Privatbesitz. 

Foto: Robin Kraska

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Es durfte wieder „getrödelt“ werden: Für Samstag lud der Festring zum ersten Saalfelder Floh- und Trödelmarkt in diesem Jahr auf den Weidig ein. „Die geplanten Termine am Ostersamstag und Ende Mai mussten ja entfallen“, sagt Festring-Vorsitzender Hanjörg Bock. Ab um sechs konnten die Händler aufbauen, von neun bis 16 Uhr war geöffnet.

Allein die Hitze dämpfte die Besucherzahlen. „Obwohl einige früh schon davor warteten“, sagt Bock. „Offenbar gab es schon Entbehrungen nach der langen Zeit ohne Trödelmarkt“. Coronabedingt waren maximal 70 Händler da, statt wie üblich bis zu 130. Zudem entfiel der Kinderflohmarkt. Auch die Festplatzmitte blieb ungenutzt, einige wenige Händler waren zur Halbzeit kurz nach Mittag bereits von dannen gezogen. „Klar, bei diesen Temperaturen überlegt man sich, ob man zum Trödelmarkt, oder doch ins Freibad geht“, kann Bock nachvollziehen. Glücklich, wer einen der raren Schattenplätze ergattert oder ein eigenes Zelt mitgebracht hatte.

Von beidem konnte Händlerin Marie-Theres Pöpplen aus Pößneck nicht zehren. Zum vierten Mal ist sie schon da - und verkauft grundsätzlich nur hier - „weil es ein schöner Platz und gut organisiert ist“. Dixitoiletten und ein Verpflegungswagen sind auf dem Weidig Standard. „Leider merken wir auch das Wetter. Viel los ist nicht“, sagt die junge Frau. Immerhin gerät die Teilnahme nicht zum Minusgeschäft: „Drei Euro pro laufendem Meter sind in Ordnung“, findet sie. Wie beim Gros der Händler speist sich ihr Angebot aus Haushaltsauflösungen und alten Privatbeständen. Auf den Auslagen Musik-CDs und alte Videospielkassetten, Amiga-Platten und Ersatzteile, falsche Fabergé-Eier, Porzellan, Nippes.

Abhängig von den Entwicklungen sind für dieses Jahr noch zwei Termine am 12. September und am 10. Oktober geplant.

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