Saalfelder Leitstellen-Umzug nach Jena nicht vor Frühjahr 2021

Saalfeld.  Die Verwaltung informiert den Kreistag Saalfeld-Rudolstadt am Abend über den Stand der Vorbereitungen.

Die Leitstelle Jena, derzeit zuständig für Jena, Weimar und den Saale-Holzland-Kreis, befindet sich im modernen Gefahrenabwehrzentrum der Stadt Am Anger. Im Januar werden hier die Kollegen aus Saalfeld einziehen. Dann werden die Einsätze von Rettungsdienst und Feuerwehr im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt von Jena aus gesteuert. Platz für zwei neue Arbeitsstationen ist vorhanden.

Die Leitstelle Jena, derzeit zuständig für Jena, Weimar und den Saale-Holzland-Kreis, befindet sich im modernen Gefahrenabwehrzentrum der Stadt Am Anger. Im Januar werden hier die Kollegen aus Saalfeld einziehen. Dann werden die Einsätze von Rettungsdienst und Feuerwehr im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt von Jena aus gesteuert. Platz für zwei neue Arbeitsstationen ist vorhanden.

Foto: Thomas Spanier

Wenn da was schiefgeht, kostet es Menschenleben. Entsprechend akribisch bereitet das Landratsamt den längst beschlossenen Umzug der Leitstelle von Saalfeld nach Jena vor. In der Kreistagssitzung am Montagabend im Meininger Hof gab es Informationen zur „Migration Leitstelle Saalfeld in Leitstelle Jena“. Dabei zeigte sich: Der Teufel steckt im Detail.

In fünf Punkte gliedert sich die fünfseitige Informationsvorlage, die von Fachbereichsleiterin Christine Strubl und der kommissarischen Leiterin der Leitstelle Saalfeld, Sandra Fiedler, erarbeitet wurde: Taktik, Technik, Finanzen, Fremdbeteiligung und Personal.

Die Corona-Pandemie hat auch hier Spuren hinterlassen. „Projektsitzungen konnten teilweise nicht stattfinden, durch die Personalunion von Projektleitung und Leitung der beiden Leitstellen lag zwischenzeitlich der Fokus ausschließlich in der Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes der Leitstellen“, heißt es in der Vorlage.

Corona und Lieferschwierigkeiten sorgen für zeitlichen Verzug

Hinzu seien Verzögerungen bei der Lieferung und Installation der technischen Komponenten gekommen, um den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt an die Leitstelle Jena anzubinden. „Aufgrund dessen kann zum aktuellen Zeitpunkt der vormals vereinbarte Umstellungstermin 01.01.2021 nicht gehalten werden“, heißt es weiter. Voraussichtlich im April würden alle Vorbereitungen abgeschlossen sein, so dass eine schrittweise Überleitung/Abschaltung der Leitstelle Saalfeld erfolgen könne.

Vereinheitlicht wurden die Alarmstichworte und -stufen. Im nächsten Schritt folge nun die Anpassung der konkreten Alarmreaktionen. Von Montag bis Mittwoch dieser Woche findet für alle Kreis- und Ortsbrandmeister eine Informationsveranstaltung statt, in der die neue Alarmierungsstrategie vorgestellt werde. Bis Ende des Jahres müsse dann die Datenerfassung abgeschlossen sein, um die ressourcenbezogene Alarmierung für jede Ortschaft im Landkreis bis zum Ende des ersten Quartals festzulegen.

Insgesamt benötige die Leitstelle Jena acht Leitstellendisponenten, um den Landkreis zusätzlich versorgen zu können. Die Unterzeichnung der Arbeitsverträge mit der Stadt Jena soll am Dienstag erfolgen.