Saalfelder Stadtrat gibt grünes Licht für Marktkauf-Center-Modernisierung

Saalfeld  Der Stadtrat in Saalfeld hat die Modernisierung des Marktkauf-Centers auf den Weg gebracht. Der Bebauungsplan zur „Rudolstädter Straße“ geht hingegen zurück in den Bauausschuss.

Ehemalige und zum Teil langjährige Stadträte der Stadt Saalfeld wurden am Mittwoch mit Blumen und einer Urkunde geehrt – unter ihnen Heike Grosse (2.v.re).

Ehemalige und zum Teil langjährige Stadträte der Stadt Saalfeld wurden am Mittwoch mit Blumen und einer Urkunde geehrt – unter ihnen Heike Grosse (2.v.re).

Foto: Guido Berg

Mit fünf einstimmigen Beschlüssen hat der Saalfelder Stadtrat am Mittwoch das getan, was er für das dringend erwartete Baurecht am Marktkauf-Center am Mittleren Watzenbach tun kann. Die Stadträte fällten den Satzungsbeschluss für den veränderten Bebauungsplan Nr. 42 und sie erklärten das gemeindliche Einvernehmen für das Modernisierungsvorhaben, das nach früheren Angaben der CEV Handelsimmobilien GmbH in Hamburg etwa 22 Millionen Euro kosten soll. Eine erste B-Plan-Fassung hatte das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt abgelehnt, die OTZ berichtete. Daraufhin hatte die Stadt Saalfeld geklagt, worauf sich die Beteiligten auf die B-Plan-Änderungen einigten, die nun beschlossen wurden. „Die Sanierung des Centers ist dringend notwendig“, betonte Saalfelds Bürgermeister Steffen Kania (CDU): „Die Stadt kann mit den Änderungen gut leben“. Vor den Augen der Stadträte unterzeichnete Kania auch den städtebaulichen Entwicklungsvertrag mit dem Investor.

Stellungnahme nicht berücksichtigt

Mit dem Abwägungsbeschluss zum B-Plan Nr. 48 „Rudolstädter Straße“ hatte die Bauverwaltung indes kein großes Glück: Wie Susanne Bätz (Grüne/SPD) erklärte, sei die Stellungnahme des sachkundigen Einwohners Horst Blaschke zu dem Vorhaben nicht abgewogen worden. Minutenlang war in der Sitzung unklar, was mit der Stellungnahme Blaschkes passiert ist – sie findet sich genauso wenig wie eine Abwägung dazu in den Beschlussunterlagen. Eirik Otto, Vorsitzender der größten Stadtratsfraktion CDU, stellte klar: „Es ist keine Kleinigkeit, eine Stellungnahme nicht zu berücksichtigen.“ Einstimmig verwies der Stadtrat deshalb den Abwägungsbeschluss zurück in den Bauausschuss. „Wir verlieren acht Wochen wegen der Sommerpause“, stellte Otto fest. Kania informierte, dass kein unmittelbarer Zeitdruck bestehe.

Zahlreiche ehemalige Stadträte erhielten am Mittwoch Blumen und eine Urkunde. Der Bürgermeister hob besonders Heike Grosse (SPD) hervor, die dem Stadtrat seit 1990 angehört hat – 29 Jahre lang.

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