Eröffnung 2021

Samag plant zweiten Standort in Saalfeld mit bis zu 250 Jobs

Saalfeld.  Die Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH verlegt ihren Maschinenbau an den Mittleren Watzenbach. Dort sind bis zu 250 Arbeitsplätze anvisiert.

Die Samag in Saalfeld baut eine eigene Trainingsakademie für ihre Mitarbeiter auf. Geschäftsführer Christian Kleinjung war einer der ersten Probanden. Zudem plant die Samag einen zweiten Standort in Saalfeld. Der Maschinenbau soll ins Gewerbegebiet am Mittleren Watzenbach verlegt werden. Im Bild: Geschäftsführer Christian Kleinjung (Mittte) mit Christopher Kästner (rechts) und Heiko Haller von der Endqualitätskontrolle.

Die Samag in Saalfeld baut eine eigene Trainingsakademie für ihre Mitarbeiter auf. Geschäftsführer Christian Kleinjung war einer der ersten Probanden. Zudem plant die Samag einen zweiten Standort in Saalfeld. Der Maschinenbau soll ins Gewerbegebiet am Mittleren Watzenbach verlegt werden. Im Bild: Geschäftsführer Christian Kleinjung (Mittte) mit Christopher Kästner (rechts) und Heiko Haller von der Endqualitätskontrolle.

Foto: Guido Berg / OTZ

Die 1873 als Maschinenbaufabrik Auerbach & Scheibe gegründete Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH (Samag) plant in Saalfeld die Errichtung eines zweiten Standortes. Wie Geschäftsführer Christian Kleinjung am Rande eines Termins über die neu gegründete Trainingsakademie für Samag-Mitarbeiter gegenüber der OTZ erklärte, werde der Maschinenbau der Samag vom Hauptstandort an der Hüttenstraße ins Gewerbegebiet am Mittleren Watzenbach verlegt.

Die permanent expandierende Firma hat Platzprobleme: „Dann haben wir am Hauptstandort wieder mehr Platz für unsere Serienfertigung“, erläuterte Kleinjung. Derzeit baue die Samag „fast jedes Jahr eine neue Halle“. So auch 2019: Noch kurz vor Weihnachten, am 20. Dezember, eröffnet die Samag am Standort Hüttenstraße feierlich eine neue Logistikhalle, wie Samag-Marketing-Chefin Yvonne Liebegut ankündigte. Dabei handele es sich um eine Investition über drei Millionen Euro.

Baubeginn ist im Sommer 2020

Der neue Samag-Standort am Mittleren Watzenbach „hinter MAN und der ehemaligen Kaserne“, erläuterte Kleinjung, soll 2021 fertiggestellt und in Betrieb gehen. „Wir starten den neuen Standort mit 130 bis 140 Mitarbeitern“, erklärte Kleinjung weiter. Perspektivisch würden an dem Standort zwischen 200 und 250 Mitarbeiter tätig sein. Am Watzenbach soll auch ein Vorführzentrum entstehen. Insgesamt beschäftigt die Samag an ihren Standorten in Saalfeld, Rottenbach und Gera über 700 Mitarbeiter.

Die Investitionssumme für den Watzenbach-Standort bezifferte Kleinjung mit 7 bis 15 Millionen Euro „je nach Ausbaustufe“. Das neue Grundstück gehöre der Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft (LEG); es handele sich laut Kleinjung um „eine schöne, gerade Wiese“. Baubeginn werde im Sommer kommenden Jahres sein. Die Bauzeit beträgt dem Samag-Geschäftsführer zufolge ein Jahr.

Kleinjung lobt die Saalfelder Mitarbeiter

Kleinjung sieht in dem Investment auch ein Bekenntnis zum Standort Saalfeld. Dieser habe zwar logistische Nachteile, etwa im Vergleich zu Erfurt. Dafür zeichne sich Saalfeld „durch eine sehr treue Mitarbeiterschaft aus“. Kleinjung: „Sie steht zu Saalfeld.“ Zudem trage das Firmenkürzel mit dem „Sa“ die Stadt Saalfeld im Namen. Zur Ausrichtung des Unternehmens erklärte Kleinjung: „Wir gehen auf neue Märkte“; als Beispiel nannte er Bahnkunden. Was bleiben werde, sei der Werkstoff Metall.

Die neue Mitarbeiter-Akademie, die das Unternehmen im Frühjahr gründete und zu deren Schülern Kleinjung am Donnerstag zählte, wird von der Ilmenauer Unternehmensberaterin Claudia Schubert-Otto unterstützt. Ziel der Akademie sei es, bei den Mitarbeitern das Wissen um die Bedeutung der Qualität der Samag-Produkte zu erhöhen. „Industrie 4.0 bedeutet verstärktes Mitdenken“, erklärte Claudia Schubert-Otto. Sie lobte sehr, dass der Samag-Chef selbst zu den Eleven der Akademie gehört – und zum Training nicht im Anzug, sondern im Samag-T-Shirt erschien.

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