Schüler aus Rudolstadt erleben den Wald in Paulinzella mit allen Sinnen

Paulinzella/Rudolstadt.  Die Klasse 4b der Anton-Sommer-Schule macht Exkursion ins Jagdschloss und entdeckt dabei den Wald.

Schüler konnten die Stille des Waldes genießen. (Symbolbild)

Schüler konnten die Stille des Waldes genießen. (Symbolbild)

Foto: Tobias Schubert

Ein Angebot des Netzwerks Umweltbildung nahm kürzlich die Klasse 4b der Anton-Sommer-Schule aus Rudolstadt wahr. Die Empfehlung dazu kam von der Mutter einer Schülerin, ließ Klassenleiterin Regine Jahn wissen. Daraufhin gelang der Kontakt mit dem Forstamt Paulinzella und dort mit der Koordinatorin Claudia Wallnisch, die für eine erfolgreiche Exkursion ins Jagdschloss sorgte. Die Frage, wie man mit der Klasse problemlos nach Paulinzella kommt, verdankt die Klasse dem Rotary Club Rudolstadt. Der übernahm nämlich die Kosten für die Busfahrt.

Zahlreich ist der Lebensraum Wald vom Waldboden bis zu den Baumwipfeln und dass es dabei viel zu entdecken gibt, erlebten die Schüler mit einem zweistündigen Ausflug in den Wald. Das Sehen war das eine, aber auch die Zusammenhänge, die mit damit verbunden sind, vermittelten ihnen sehr viele Informationen. Die untermauern und unterstützen insbesondere zum Thema „Wald“ ihren Heimat- und Sachkundeunterricht.

Wie weckt man nun die Sinne? Einfach mal schnuppern wie der Waldboden riecht, die Stille des Waldes genießen, dem Singen der Vögel lauschen – das ist Naturerleben. Und wenn man noch so manches vom Forstmann gezeigt bekommt, ist das Interesse geweckt. Das ist beispielsweise soweit, wenn die Kids erfahren, dass es im Wald auch Pfefferminz geben kann, das Baumloch mit dem Specht zu tun hat und die Tollkirsche giftig ist. Unter anderem hatten es die Tierpräparate den Kindern angetan und Dietmar König meint abschließend, dass er überrascht sei, wie viel manche Kinder wissen. Vor allem, was der Wald alles in Hinsicht Natur bietet, gab es mannigfaltige Informationen. Es gab wohl hier kaum einen Bereich der bei dem Aufenthalt in Paulinzella nicht angerissen wurde, denn in Sachen Pflanzen und Tiere ist das Thema wohl schier fast unendlich.

Was es alles so zu sehen gibt im Wald, da wissen die Viertklässler schon viel. Aber wo sind Unterschiede und wie kann man sie erkennen? Da erhielten die Kinder Tipps vom Fachmann beispielsweise wie man Baumarten unterscheiden kann. Im Forsthaus wieder angelangt, führten Dietmar König, derzeit Mitarbeiter beim Forstamt Neuhaus, sowie die Umweltpädagogin Christine Schröpfer die Schüler durch das Museum zur Kloster-, Forst- und Jagdgeschichte. Und was es da alles zu sehen gab. Eine Ausstellung von historischen bis zu modernen Forstwerkzeugen, quasi vom Steinbeil bis zur Motorsäge, zeigte, wie sich die Arbeit im Forst über die Jahre verändert hat.

Zum Abschluss durften sich die Schüler unter der Leitung von Christine Schröpfer ein Kräutersäckchen mit Rosenblüten, Lavendel und Zitronenmelisse anfertigen und es mit nach Hause nehmen. „Die Kids waren begeistert und alles hat prima geklappt“, sagte Regine Jahn, die die Exkursion anderen Schulen weiterempfehlen möchte.