Schwarzatals Feuerwehrälteste holen Saalfeld-Ausflug nach

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Bernd Heinz, Vorsitzender der Schwarzataler Alters- und Ehrenabteilung, im Gespräch vor der Fahrzeughalle in Saalfeld.

Bernd Heinz, Vorsitzender der Schwarzataler Alters- und Ehrenabteilung, im Gespräch vor der Fahrzeughalle in Saalfeld.

Foto: Robin Kraska

Saalfeld.  20 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung aus Meuselbach, Mellenbach, Oberweißbach und Lichtenhain waren zu Besuch in der Hauptfeuerwache.

Lange hatten die Feuerwehrveteranen aus dem Schwarzatal ihren Ausflug geplant und coronabedingt verschieben müssen. Am Donnerstag gab es schließlich Gelegenheit zum Nachholen: 20 ehemalige Feuerwehrleute aus Mellenbach, Meuselbach, Oberweißbach und Lichtenhain/Bergbahn besuchten die Hauptfeuerwache in Saalfeld. Eingeladen hatte Kamerad Bernd Heinz als Vorsitzender der 36-köpfigen Alters- und Ehrenabteilung der Wehren in der Stadt Schwarzatal.

Vor Ort informierte Stadtbrandmeister Andreas Schüner zunächst zur Geschichte seiner Wehr über verschiedene Epochen. So habe etwa die Wende neue Aufgaben und Probleme mit sich gebracht. „Damals wurden sofort Pkw gekauft, die man sich heute nicht einmal genauer anschauen würde - Hauptsache, man hatte erstmal ein Westauto!“, erinnerte er sich. Unfälle wegen technischer Mängel und verlorener Kontrolle häuften sich. „Gas geben ging bei allen noch, aber Bremsen war manchmal so eine Sache“, so der Gastgeber.

Mit dem Ikarus zur Bierverkostung

Auch Gefahrguteinsätze mit sowohl neuen Stoffen als auch DDR-Altlasten kamen hinzu. Schüners Ausführungen über oft lange Wege zu neuer Ausrüstung und Fahrzeugen erkannten die Veteranen von ihrer eigenen Aktivzeit wieder, dergleichen Schilderungen von undichten Löschteichen. Eine Herausforderung jüngerer Zeit sei die Eingemeindung der Saalfelder Höhe 2018 gewesen.

„Unser ältestes Fahrzeug steht in Wittmannsgereuth und ist Baujahr 1967“, sagte Schüner. Geld sei hier jedoch nicht der einzige Aspekt, vielerorts müssten die alten Garagen erst für neue, größere Modelle ersetzt werden. Ein Besuch des Traditionskabinetts, der Atemschutzübungsanlage, der Schlauchwäscherei und der Fahrzeughalle mit derzeit elf Autos schloss sich an. Mit einem der fünf restaurierten Kombus-Oldtimerbusse (Ikarus 66, Bj. 1967) ging es hiernach zur Brauerei in Watzdorf für eine Führung und Verkostung. „Wir danken unseren Ortsteilbürgermeistern für ihre Unterstützung dieses Ausflugs!“, betonte Bernd Heinze abschließend.