Solarpark statt Wohnpark entsteht im Rudolstädter Osten

Rudolstadt.  Während auf dem Gelände des früheren Betonwerks Module montiert werden, will die Stadt den Bau von Eigenheimen an der Oststraße verhindern.

Ein Solarpark entsteht derzeit an der Oststraße in Rudolstadt, auf dem Gelände des früheren Betonwerkes. In dieser Woche wurden die ersten Solarmodule auf die Gestelle montiert.

Ein Solarpark entsteht derzeit an der Oststraße in Rudolstadt, auf dem Gelände des früheren Betonwerkes. In dieser Woche wurden die ersten Solarmodule auf die Gestelle montiert.

Foto: Thomas Spanier

Wer regelmäßig die Oststraße in Rudolstadt passiert, dem sind die Veränderungen auf dem Gelände des früheren Betonwerkes nicht verborgen geblieben. Erst wurden großflächig die Halterungen aufgestellt, seit dieser Woche werden die Module montiert, mit denen die Sonnenenergie eingefangen wird. Viel ist zum neuen Solarpark in der Stadtverwaltung nicht bekannt.

Es handele sich „um ein privates Bauvorhaben im unbeplanten Innenbereich“. Das gemeindliche Einvernehmen der Stadt sei dazu erteilt worden. Die Baugenehmigung stammt von der unteren Bauaufsichtsbehörde des Landratsamtes.

Anders verhält es sich mit einem Bauvorhaben ein paar hundert Meter weiter stadtauswärts. Hier hat ein privater Bauherr den Antrag gestellt, auf einem unbebauten Grundstück zwischen Ostsportplatz und dem Betriebsgelände der Opti Polymers GmbH sieben Einfamilienhäuser zu errichten. Die Empfehlung der Verwaltung an den Anfang November tagenden Wirtschafts-, Verkehrs-, Umwelt- und Bauausschuss des Stadtrates lautet, das gemeindliche Einvernehmen nicht zu erteilen, da die Errichtung von Wohnhäusern in einem als Gewerbegebiet ausgewiesenen Areal unzulässig sei.

Unzumutbare Einschränkungen

„Die unmittelbare Nachbarschaft ist durch lärmintensive Nutzungen (Transportunternehmen, städtische Sportanlage, Objekt der Getreidewirtschaft RWZ und RSB GmbH) geprägt, Beeinträchtigungen für die Wohnnutzung sind vorauszusehen und unzumutbare Einschränkungen für die gewerbliche Entwicklung zu erwarten“, heißt es zur Begründung der Ablehnung. Dies widerspreche „dem Grundsatz der Trennung von unverträglichen Nutzungen“.

Im Gewerbegebiet Rudolstadt Ost sei eine Wohnnutzung von Gewicht ausschließlich im Siedlungsgebiet zwischen Oststraße, Raiffeisenstraße und Jenaischer Straße festzustellen; daneben stünden zwischen den Gewerbebetrieben nur vereinzelt bestandsgeschützte Wohnhäuser. Schließt sich der Ausschuss dieser Argumentation an, wird es dabei bleiben. Und sieben potenzielle Häuslebauer müssen sich ein Grundstück an anderer Stelle suchen.