Thüringer Waldrandroute für Radler soll bekannter werden

Saalfeld/Rudolstadt.  In die 125 Kilometer lange Thüringer Waldrandroute von Saalfeld nach Eisenach wurden allein in Saalfeld-Rudolstadt schon 500.000 Euro investiert.

In Rudolstadt-Schwarza führt die Thüringer Waldrandroute über eine alte Bahnbrücke. Das kurze Stück mit Anbindung hat einen sechsstelligen Betrag gekostet, ist aber noch nicht für den Radverkehr freigegeben.

In Rudolstadt-Schwarza führt die Thüringer Waldrandroute über eine alte Bahnbrücke. Das kurze Stück mit Anbindung hat einen sechsstelligen Betrag gekostet, ist aber noch nicht für den Radverkehr freigegeben.

Foto: Thomas Spanier

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Der Fahrradtourismus ist im Kommen. Das merken die Touristiker ebenso wie jene, die das Equipment zur Verfügung stellen. Für die nötige Infrastruktur sorgt der Staat. Zum Beispiel mit neuen attraktiven Radwegen wie der Thüringer Waldrandroute.

Die Tour verläuft nördlich des Thüringer Waldes von Saalfeld nach Eisenach, führt unter anderem durch Königsee, Ilmenau, Ohrdruf, Friedrichroda und Tabarz. Gerechnet wird mit Gesamtkosten von drei Millionen Euro. Jetzt geht es langsam in die Vermarktung.

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt verläuft die Thüringer Waldrandroute vom Bahnhof in Saalfeld aus zunächst auf dem Saaleradweg bis Schwarza, biegt dort auf den Schwarzatalradweg ab und folgt ab Bad Blankenburg dem Rinnetalradweg bis zur Kreisgrenze bei Dörnfeld an der Heide. Entlang der rund 30 Kilometer langen Wegstrecke sind im Landkreis neben den baulichen Maßnahmen auch Infotafeln, Sitzgruppen und in Bad Blankenburg ergänzend Fahrradboxen mit integrierter Ladestation vorgesehen.

Gerechnet wird mit Kosten von drei Millionen Euro

Bisher wurden laut einer Mitteilung des Landratsamtes Baumaßnahmen im Gesamtwert von 491.000 Euro im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt umgesetzt. Darin enthalten sind Kosten für Bauausführung, Planung, Projektsteuerung und sonstige Kosten wie zum Beispiel für Vermessung und Baugrund.

Im Jahr 2017 wurde ein Wegeabschnitt in der Gemarkung Königsee auf 530 Metern Länge hergestellt. In den Jahren 2018/2019 wurde die zugehörige Ausgleichsmaßnahme „Teichsanierung bei Dornfeld“ realisiert. 2019/2020 wurde die Brücke in Schwarza saniert und umgebaut – das vermutlich teuerste Stück Waldrandroute ist weitestgehend beendet. Noch in diesem Jahr soll zudem der Wegeabschnitt „In der Flecke“ in Bad Blankenburg umgesetzt werden.

„Eine einheitliche Vermarktung wird die attraktive Strecke dann auch überregional bekannt machen“, wird Landrat Marko Wolfram (SPD) in einer Mitteilung zitiert. Die Thüringer Aufbaubank hat jetzt 48.000 Euro Fördermittel bewilligt, um ein einheitliches Marketingkonzept zu entwickeln.

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