„UFOs“ über Saalfeld sind Elon Musks Satelliten

Saalfeld-Rudolstadt.  Aufregung auf Saalfelder Facebook-Seite wegen „Fluggeräten“ am Nachthimmel. Des Rätsels Lösung: Es sind „Starlink“-Satelliten der Firma „SpaceX“.

Eine Falcon-Rakete der Firma „SpaceX“ startet vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida, USA.

Eine Falcon-Rakete der Firma „SpaceX“ startet vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida, USA.

Foto: THOM BAUR / Reuters

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Das All und die Raumfahrt faszinieren die Menschen immens: Gerade sorgt noch der Kondensstreifen eines Flugzeugs in Thüringen für Aufregung, weil er mit ein wenig Fantasie wie ein „Raketenstart“ aussieht, schon gibt es ein weiteres Himmelsphänomen in unserer Region zu bestaunen: Wie ein Marcel auf der Facebook-Seite „Saalfeld ist meine Heimatstadt und ich liebe sie“ postet, habe er 20 bis 30 „Fluggeräte“ über Saalfeld gesehen und er fragt, wer noch?

Geschätzt „40 Stück“ flogen in Richtung Pößneck

Nicht jede Reaktion darauf kann als ernst gemeint angesehen werden. So meint ein Gunter: „Dann war es wohl Alf!“ - Sicher eine Anspielung auf eine Fernsehsendung aus den 1980er Jahren, in der ein zotteliger Außerirdischer die Hauptfigur war. Aber Immerhin, auch Brigitte hat, wie sie mitteilt, „geschätzt 40 Stück“ Richtung Pößneck fliegen sehen. Sie fügt hinzu: „Ich habe echt Angst vor einem Krieg wenn man sowas am Himmel sieht.“

Nun, so schlimm wird in diesem Fall wohl nicht werden, obwohl Marcel seine Mutmaßung nachreicht, es könne sich um etwas im Zusammenhang mit dem Manöver „Defender 2020“ handeln. Ein Frank und eine Sandra bieten im Weiteren eine Erklärung an, die plausibler erscheint: Handelt es sich bei den „Fluggeräten“ um Satelliten der US-Firma „SpaceX“, die Tesla-Gründer Elon Musk gehört? Sandra postet einen Link auf einen Artikel der „Berliner Morgenpost“ unter dem Titel: „UFO’s über Berlin? - Lichterkette am Nachthimmel“. Darin heißt es, viele Menschen in Europa hätten sich wegen vieler Lichtpunkte am Nachthimmel besorgt beim „Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänome (Cenap)“ gemeldet.

Insgesamt 42.000 Satelliten sollen es werden

Dabei handele es sich bei der „Lichterkette“ um „Starlink“-Satelliten, die mit einer „Falcon 9“-Rakete in den Orbit geschossen wurden, so die Cenap. Insgesamt sollen eines Tages 42.000 dieser 200 Kilogramm schweren Satelliten im All sein und für schnelles Breitband-Internet sorgen. Damit wäre die Frage, welche „Flugkörper“ Marcel aus Saalfeld gesehen hat, wohl gelöst: Es waren Satelliten.

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