Uhlstädt-Kirchhasel schafft die schwarze Null

Uhlstädt/KIrchhasel.  Kirchhasel soll 2020 ein neues Feuerwehrgerätehaus bekommen, Zeutsch einen sanierten Kindergarten – Eckpunkte des nun beschlossenen Gemeindeetats.

So soll der Anbau des neuen Feuerwehrgerätehauses an das Dorfgemeinschaftshaus Kirchhasel aussehen. In dem Gebäude sind dann Kindergarten, Saal und Feuerwehr untergebracht.

So soll der Anbau des neuen Feuerwehrgerätehauses an das Dorfgemeinschaftshaus Kirchhasel aussehen. In dem Gebäude sind dann Kindergarten, Saal und Feuerwehr untergebracht.

Foto: Ingenieurbüro Lindig - Herbst - Lichtenheld GmbH

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Im Bund diskutiert man gerade die Frage, ob die „schwarze Null“ wirklich sein muss. In Uhlstädt-Kirchhasel wurde sie am Dienstagabend mit einem dicken „Ja“ beantwortet. Einen Haushalt ohne neue Schulden, aber mit einer weiteren planmäßigen Tilgung von 342.000 Euro beschloss der Gemeinderat ohne Gegenstimmen bei drei Enthaltungen in der Sitzung im Saal von Kirchhasel.

Steuereinnahmen haben sich in zehn Jahren verdoppelt

Der Etat hat einen Umfang von etwas mehr als zehn Millionen Euro, von denen 8,5 auf den Verwaltungs-, der Rest auf den Vermögenshaushalt entfallen. Die Einnahmen und Ausgaben sind etwas niedriger als in den beiden vorangegangenen Jahren, was an geringeren Investitionen liegt. „Wir leisten uns keine großen Sprünge, aber doch ein paar freiwillige Leistungen. Besser einen Sparhaushalt als gar keinen Haushalt“, fasste Bürgermeister Toni Hübler (CDU) den Etatentwurf zusammen. Er setze darauf, dass das Land ein Investitionsprogramm auflegt, von dem diesmal auch die kleineren Gemeinden stärker profitieren.

Bei weiter sinkenden Einwohnerzahlen – Ende 2018 gab es noch 5812 Uhlstädt-Kirchhaseler – sorgen vor allem gestiegene Steuereinnahmen für ein solides Arbeiten. Binnen zehn Jahren haben sich die Steuereinnahmen der flächenmäßig drittgrößten Gemeinde im Landkreis von gut zwei auf geplante 4,226 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Das Gros entfällt auf den kommunalen Anteil an der Einkommensteuer (1,77 Millionen Euro) und die Gewerbesteuer (1,6 Millionen Euro). Knapp 580.000 Euro kommen über die Grundsteuer in die Kasse. Im Gegenzug sind die Landeszuweisungen auf nur noch gut zwei Millionen Euro gesunken.

Ausgabenseitig ist die Kreisumlage mit 2,15 Millionen Euro der größte Posten, gefolgt von den Personalausgaben der Verwaltung (1,94 Millionen Euro), die sich auf Kernverwaltung, Bauhof und den kommunalen Kindergarten Großkochberg verteilen, dem Sachaufwand (1,8 Millionen Euro) und dem Zuschuss für Kindergärten freier Träger (1,7 Millionen Euro). Neuen Spielraum ermöglichen die Entwicklung an den Finanzmärkten und der Schuldenabbau. So haben sich die jährlichen Zinsausgaben der Gemeinde von fast 500.000 Euro im Jahr 2003 auf nur noch 58.500 Euro im nächsten Jahr verringert.

Die knapp 1,5 Millionen Euro im Vermögenshaushalt speisen sich aus Fördermitteln, einer Zuführung vom Verwaltungshaushalt, einer Entnahme aus der Rücklage und Straßenausbaubeiträgen für frühere Baumaßnahmen.

Kindergärten und Feuerwehrsollen profitieren

Wichtigste Investitionen im nächsten Jahr sind die Erweiterung der Kapazität in den Kindergärten Uhlstädt und Zeutsch – beide Maßnahmen werden teurer als ursprünglich gedacht – und der Anbau eines Feuerwehrgerätehauses an das Dorfgemeinschaftshaus in Kirchhasel. Für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Großkochberg ist Geld für die Entwurfsplanung eingestellt.

Weitere nennenswerte Ausgaben im höheren fünfstelligen Bereich sind der Erwerb des Grundstückes für den künftigen zentralen Bauhof in Engerda, von der Denkmalpflege zu 100 Prozent geförderte Sicherungsarbeiten an der Kirchenruine Töpfersdorf und die Sanierung des Durchlasses vom Wiedbach an der Landesstraße, Ecke ehemalige Gaststätte in Engerda als Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Straßenbauamt Mittelthüringen. 50.000 Euro sind für den Anbau des Sanitärtrakts am Dorfgemeinschaftshaus Oberhasel vorgesehen.

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