Teichel geht beim FSV Schleiz unter

Schleiz  Spiel des Tages In der Fußball-Landesklasse geht Teichel beim FSV Schleiz mit 1:7 (0:2) unter und kassiert damit eine Rekord-Niederlage

Der Schleizer Hannes Kühnel (links) war mit einem Lauf über den kompletten Platz Wegbereiter des fünften Treffers der Rennstädter.

Der Schleizer Hannes Kühnel (links) war mit einem Lauf über den kompletten Platz Wegbereiter des fünften Treffers der Rennstädter.

Foto: Jürgen Müller

Zunächst alle entschuldigenden Momente: Enke, Förster, F. Baumgart, Dörfler, Arper und Trinkler standen nicht zur Verfügung. Schröter und Breuker schieden verletzt aus. Was die anderen Akteure in der Rennstadt boten, war fußballerische Schmalkost ohne Saft und Kraft, bis man sich am Ende förmlich ergab und in vier Minuten drei Tore kassierte (86., 89. ,90.)!

Von Beginn an ließen die Gastgeber erkennen, dass sie den Sieg wollen. Sie waren stets schneller und gingen recht beherzt in die Zweikämpfe. Besonders Schröter, anfangs recht agil, wurde so wiederholt ausgebremst. Die Folge: Teicheler Offensivgeschehen fand gar nicht statt. Nach 15 Minuten hieß es 1:0. Berger wurde nicht angegriffen und frei abziehen konnte. Eine knappe halbe Stunde war gespielt. Torhüter Rößler konnte einen satten 20-m-Schuss nur noch abklatschen. Nietsch wurde Nutznießer. Die zweite Halbzeit war kaum angepfiffen, da hieß es 3:0. Nur zwei Minuten später fiel das 3:1.

Ein Müller-Sachs Freistoß war Ausgangspunkt des Treffers, den der Schleizer Eichelkraut schließlich selbst markierte. Nun keimte Hoffnung auf, weil gleich danach Breukert die gute Gelegenheit zum Anschlusstreffer hatte, sie aber nicht nutzen konnte. Als der FSV zum wiederholten Mal von einem Fehlabspiel der Teicheler im Mittelfeld profitierte und Stankowski quasi hinter einer zu weit aufgerückten Gästeabwehr zum 4:1 einschießen konnte, war die Partie gelaufen. Shakespeare hatte wohl recht: „Die Hoffnung ist oft ein Jagdhund ohne Spur.“ Und diese wurde dann in einer chaotischen Schlussphase vernichtet. Scheibenschießen in den letzten vier Minuten. Rekordniederlage in der Landesklasse, mit der man den beiden urlaubenden Trainern unbehagliche Grüße gesendet haben dürfte.

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