Veterinäramt Saalfeld-Rudolstadt veräußert Welpen aus illegalem Handel

red
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Einer der prächtigen Hundewelpen, die durch das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt jetzt verkauft werden. Ansehen kann man sich die Tiere im Tierheim Pflanzwirbach.

Einer der prächtigen Hundewelpen, die durch das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt jetzt verkauft werden. Ansehen kann man sich die Tiere im Tierheim Pflanzwirbach.

Foto: Landratsamt

Rudolstadt/Saalfeld.  Unter Aufsicht des Tierheimpersonals hat sich der sichergestellte Hundenachwuchs prächtig entwickelt. Das Amt ruft einen vierstelligen Verkaufspreis auf.

Die im März dieses Jahres in Passau durch die Polizei sichergestellten Hundewelpen können jetzt durch das Veterinäramt an geeignete Halter abgegeben werden. Das teilte das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (VLÜA) am Dienstag mit. Die Welpen haben mittlerweile ein Alter von 15 Wochen erreicht. Sie sind mehrfach tierärztlich untersucht, gegen Tollwut geimpft und mit Chip gekennzeichnet. Jedes Tier wird mit einem EU-Heimtierpass abgegeben.

Das VLÜA ist angehalten, den außergewöhnlichen Kostenaufwand für die Unterbringung unter den besonderen Bedingungen der Quarantäne, für die Pflege und die tierärztlichen Kosten durch den Verkauf der Tiere wieder auszugleichen. Der Verkaufspreis pro Welpe liegt deshalb laut Mitteilung des Landratsamtes bei 1450 Euro.

Keine Nachweise für Tollwutimpfung

Im März dieses Jahres wurde durch die Grenzpolizei in Passau ein Fahrzeug mit zahlreichen Hunden beim Grenzübertritt aus Österreich festgestellt. Für die Hundewelpen konnten keine entsprechenden Veterinärdokumente vorgelegt werden, die die notwendige Tollwutimpfung und Kennzeichnung der Hunde belegen. Die Hunde wurden deshalb nach Rücksprache mit dem VLÜA sichergestellt, da der Halter seinen Wohnsitz in Rudolstadt hat. Das VLÜA ordnete die Isolierung der Tiere in einer Quarantäneeinrichtung an, bis die Anforderungen für das Verbringen der Hundewelpen aus dem Ausland erfüllt sind.

Die Hundewelpen befanden sich beim Eintreffen in der Quarantäneeinrichtung in einem schlechten Gesundheits- und Ernährungszustand. Das Tierheimpersonal hat mit großer Mühe und mit viel Liebe die Welpen am Leben erhalten. Diese haben sich inzwischen prächtig entwickelt. Aus den zu Beginn der Quarantäne mageren und schwachen Tieren sind lebhafte, spielfreudige „Wonneproppen“ geworden, die jetzt schnellstmöglich Zuwendung und Erziehung durch neue BesitzerInnen benötigen. Es handelt sich um Rüden und Hündinnen in unterschiedlichen Farben. Zuchtpapiere liegen aufgrund der beschriebenen Herkunft nicht vor.

Interessenten können sich während der Öffnungszeiten im Tierheim Pflanzwirbach die Tiere ansehen und wenden sich bitte danach schnellstmöglich an das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (Telefonnummer: 03672/823732), um den Verkauf abzuwickeln.