Wahlkampf: Bürger in Saalfeld-Rudolstadt beklagen schlechte Straßen

Drognitz  Die Linken-Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss besuchte zwölf Orte im Landkreis, um von den Bürgern zu hören, wo der Schuh drückt

Katharina König-Preuss mit ihrem Wahlbüromitarbeiter Stefan Enke in Drognitz. Zwölf Orte stehen auf dem Programm ihrer Wahlkampftour durch die Region.

Katharina König-Preuss mit ihrem Wahlbüromitarbeiter Stefan Enke in Drognitz. Zwölf Orte stehen auf dem Programm ihrer Wahlkampftour durch die Region.

Foto: Robin Kraska

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Wo ist denn der Bodo?“, fragt ein älterer Herr aus Drognitz, als er sich dem Wahlkampfmobil von Katharina König-Preuss nähert, das gerade an der Buswendeschleife des Ortes Halt gemacht hat. Er zeigt auf ein großformatiges Bildnis des Ministerpräsidenten. Katharina König-Preuss, linke Landtagsabgeordnete und -kandidatin für die Wahl am 27. Oktober, verweist auf die Auftrittstermine Ramelows an der Hecktür. Am Sonntag und Montag stellte sich König-Preuss in zwölf Orten im Landkreis Bürgerfragen – wenn es welche gab. „In Marktgölitz und Unterloquitz kam leider kein Bürger zu uns, bei dem Wetter kein Wunder“, so ihr Wahlkreismitarbeiter Stefan Enke. Doch wo sie mit Leuten ins Gespräch kommen, schildern diese lokale Probleme oft ganz konkret. „Wegzug, Leerstand, Nahverkehrsanbindung und -taktung, das beschäftigt die Menschen.“ Auch bundespolitische Themen werden angesprochen: Mindestlohn, Renten, prekäre Arbeitsverhältnisse.

Auch den Mann aus Drognitz umtreiben viele Fragen, von der Linkenmühlenbrücke über den Straßen- und Radwegezustand bis zum Stauseetourismus, der nicht so recht in Fahrt zu kommen scheint. „Ich habe nichts gegen neue Ideen, wie den Aussichtsturm oder die Brücke, aber davor müssen doch erst die Rahmenbedingungen passend gemacht werden!“, sagt er mit Blick auf schlaglöchrige Pisten rund um den See. Dem stimmt die 41-Jährige grundsätzlich zu, sagt aber auch: „Ich bin nicht die größte Fürsprecherin der Brücke, aber wenn der Bürger sie wünscht, werde ich mich für sie einsetzen.“ An der Straße Altenbeuthen-Drognitz schränke Wildwuchs die Sicht ein, „da tut sich nichts!“, so der Rentner.

Hier setzt König-Preuss auch auf aktive Bürger. „Warum nicht selbst schnell zum Werkzeug gegriffen und den Missstand beseitigen? Vorher natürlich dem Landratsamt Bescheid sagen.“ Seine Frage, wie viel Geld für Machbarkeitsstudien seit 1990 eigentlich schon in die Stauseeregion gesteckt worden sei, will König-Preuss mit einer Kleinen Anfrage im Landtag klären.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.