Warum die Franken ein Hoch auf die Heidecksburg singen

Saalfeld.  Neujahrskonzert der Stadtkapelle Kulmbach im Meininger Hof von Saalfeld: Tradition vor ausverkauftem Haus

Als Solisten legten die Spitzentrompeter Daniel Richter und Maximilian Schaller nach. Als mexikanische Gringos mit Sombrero in Böhmen rissen die beiden die Zuhörer zu riesigem Applaus hin.

Als Solisten legten die Spitzentrompeter Daniel Richter und Maximilian Schaller nach. Als mexikanische Gringos mit Sombrero in Böhmen rissen die beiden die Zuhörer zu riesigem Applaus hin.

Foto: Norbert Kleinteich

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Beifallsstürme standen auch beim Neujahrskonzert der Stadtkapelle Kulmbach im Meininger Hof in Saalfeld auf der Tagesordnung. „Von klassisch bis modern“ hatte das große Blasorchester unter Leitung von Thomas Besand am vergangenen Sonntag Blasmusik vom Feinsten zu bieten.

Am Ende hielt Besand eine Überraschung bereit, die er extra für diesen Tag mit den Musikern einstudiert hatte. Vor ausverkauftem Haus mit gut 600 Zuhörern bot das Orchester wie gewohnt einen bunten Blumenstrauß von Melodien, die für diesen Anlass aus dem reichhaltigen Repertoire der Kulmbacher Musiker ausgesucht worden war. Einen furiosen Auftakt boten sie mit dem Triumphmarsch „Salve Imperator“ des Prager Marschkomponisten Julius Fučík. Was folgte war ein Feuerwerk an Blasmusik. Weiter ging es mit den „Banditenstreichen“, der Ouvertüre zur Operette von Franz von Suppé. Was Profimusikanten in Wien könnten, ließen die Amateure der Stadtkapelle ebenso gut mit der Polka „Leichtes Blut“ erklingen. So in etwa kündigte der beliebte Moderator Karl Heinz Backert das schnelle Stück an. Für ganz andere Gefühle sorgte „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ von Stefan Nilson, phantastisch für Blasorchester arrangiert von Kurt Gäble. Als Solistin beeindruckte Sopranistin Elke Höhn. Mit „Schmelzende Riesen“ im Original von Armin Kofler schwang im Hintergrund die aktuelle Klimaerwärmung mit und sorgte bei den Musikern für eine Herausforderung.

Als Überraschung erklang „Hoch Heidecksburg“ im Original zur Freude des Publikums, was, wie Besand auf Anfrage gestand, schon sehr lange Bestandteil des Repertoires sei. Zugabe eines jeden Neujahrskonzertes ist natürlich der „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauß (Vater), zu dem diesmal ergänzend „Alte Kameraden“ erklangen.

Die Stadtkapelle Kulmbach begeistert seit 1999 mit dem Neujahrskonzert im Meininger Hof und zählt damit zu den besten Freunden der Stadt. Ein wahres Aushängeschild unserer Städtepartnerschaft mit Kulmbach.

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