Wasser-Erfahrung von der Quelle bis zum Abschlag in die Saale mit dem Zweckverband Saalfeld-Rudolstadt

Saalfeld  Der der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Saalfeld-Rudolstadt (ZWA) verschiebt die Weltwassertagsfeier in den Sommer, dann aber wird den Besuchern erstmals eine ganze Erlebnistour geboten.

Schon an früheren Weltwassertagen konnten sich Besucher in der Kläranlage Saalfeld beim Rundgang mit der aufwendigen Technik vertraut machen.

Schon an früheren Weltwassertagen konnten sich Besucher in der Kläranlage Saalfeld beim Rundgang mit der aufwendigen Technik vertraut machen.

Foto: Archiv

Am kommenden Sonnabend ist wieder einmal Weltwassertag, und während im Zeigerheimer Wasserwerk der Fernwasserversorgung die Besucher von 10 bis 15 Uhr an praktischen Beispielen den Weg des Wassers von der Talsperre Leibis-Lichte über Aufbereitung und Weiterleitung bis zum Wasserhahn des Endverbrauchers erklärt bekommen, passiert beim hiesigen Zweckverband an diesem Tag erstmal gar nichts.

Jedenfalls keine öffentlichen Veranstaltungen. Die nämlich hat der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Saalfeld-Rudolstadt (ZWA) auf Ende Juni verschoben, denn diesmal soll der Weltwassertag nicht nur mit dem üblichen Öffnen einer Anlage für Besucher begangen werden, sondern gleich mit einer ganzen Wasser-Erlebnis-Tour, die bei hoffentlich sommerlichem Wetter auf mehr Interesse treffen könnte als im noch kühlen März. Außerdem, so ZWA-Mitarbeiterin Andrea Rosenthal, gehe man bei dem Termin knapp vor den Sommerferien auch von einem stärkeren Interesse speziell der Schulen aus.

Dementsprechend wappnen sich die rund 20 an diesem Tag mitwirkenden ZWA-Mitarbeiter, die nicht nur informieren, sondern auch Experimente im Labor zeigen wollen, für eine kind- und jugendgemäße Darstellung, wird es Einblicke per Mobilkamera in echte Kammern und Kanäle sowie in die moderne Suche nach Rohrbrüchen geben und vielleicht auch mal nicht ganz so bierernste Erläuterungen, was denn nun ins Klo gehört und was nicht.

Beginnen soll die Tour laut ZWA-Geschäftsleiter Andreas Stausberg morgens an einem zentralen Punkt in Saalfeld, wahrscheinlich am Bahnhof. Von dort geht es dann per Bus zum Wasserwerk nach Bad Blankenburg, wo man auch in den Tiefbrunnen schauen können wird und auch ein erster Imbiss bereit stehen soll. Die rund 600 Meter bis zum Hochbehälter Hainberg werden dann zu Fuß zurück gelegt. Vom Wasserwerk aus geht es dann wieder mit dem Bus nach Saalfeld-Remschütz, wo die zentrale ZWA-Kläranlage, Abwasser-Pumpwerk und etliches mehr zur Besichtigung sowie Erläuterung offen steht und auch wieder eine Stärkung bereit gehalten werden soll. Zum Abschluss bringt der Bus die Besucher an den Ausgangspunkt zurück. Interessenten könnten aber auch selbst zu den Tour-Stationen anreisen, betont Stausberg. „Mit dieser Tour erhalten die Besucher erstmals die Möglichkeit, den gesamten Prozess von der Quelle über die Aufbereitung und Verteilung des Wassers bis zur Reinigung und Abgabe in die Saale zu erleben“, unterstreicht der Geschäftsleiter. Alle Details werden rechtzeitig auf der Homepage des ZWA und in dessen Informationsblatt „Wasserzeichen“ nachzulesen sein.