Wetterrückblick Juni 2019 in Neuhaus am Rennweg: Der Monat brachte einen neuen Hitzerekord und eine tropische Nacht

Neuhaus am Rennweg Neuhaus am Rennweg  Das hat dann in diesem Jahr wieder einmal gepasst, fahrplanmäßig zu Beginn des ersten Sommermonats kam auch dieser in Fahrt – und wie! Gleich an den ersten fünf Tagen drei neue Tagesrekorde bei der Höchsttemperatur (Maximum 26,7 Grad Celsius), dazu an jedem Tag rund zehn Stunden Sonnenschein oder mehr.

Es gab im Juni vereinzelte Gewitter, die jedoch kaum Abkühlung und nur sehr wenig Niederschlag brachten.

Es gab im Juni vereinzelte Gewitter, die jedoch kaum Abkühlung und nur sehr wenig Niederschlag brachten.

Foto: Rüdiger Manig

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Ein Traumstart in die Sommersaison, welchen der Wetterfrosch selbst allerdings im Norddeutschland verbrachte und dort erneut einen Tornado zu Gesicht bekam, bereits den zweiten in dieser Region. Nicht so spektakulär wie der erste, trotzdem sehr beeindruckend. Mehr wie ein riesiger Staubteufel – welcher jedoch nicht als solcher bezeichnet werden darf wenn er mit einer solchen rotierenden Gewitterzelle (Mesozyklone) verbunden ist.

Verpasst hat der Meteorologe dadurch die monatliche Tiefsttemperatur in Neuhaus von 5,5 Grad Celsius am Morgen des 7. Juni in subpolarer Meeresluft, der darauf folgende Samstag wurde mit einer Mitteltemperatur von 10,9 Grad der kälteste und einer mittleren Windgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde der mit Abstand windigste Tag des Monats.

Hoch „Renate“ bescherte dennoch zwei optimale, sommerliche Pfingstfeiertage. Nach den sonnigen Ostertagen nun ebenfalls Pfingsten im Feiertagsoutfit, was wünscht man sich mehr. Der Ostermontag soll übrigens der erste Tag gewesen sein, wo der gesamte Stromverbrauch in Deutschland zeitweise aus regenerativen Energiequellen gewonnen wurde. Die zweite Junidekade begann etwas gewittrig, eine von Süd nach Nord verlaufende Tiefdruckrinne brachte an drei Abenden östlich vorbeiziehende, kurze Gewitter. Für uns nur Streifschüsse, die Niederschlagsmengen bewegten sich jeweils um einen Liter pro Quadratmeter – so gut wie nichts.

Mengenmäßig fiel in diesem Zeitraum allerdings etwas anderes positiv auf – ein Massendurchflug von Distelfaltern von Süd nach Nord. Im Garten des Meteorologen waren es auf jedem blühenden Strauch dutzende Schmetterlinge, Zählen unmöglich. Zuletzt gab es eine solch nette Invasion 2009.

Ein merkwürdiger, aber dennoch markanter Kaltfrontdurchgang am Nachmittag des 12. Juni, langsam zunehmender Wind bis Windstärke 7, einsetzendes Nebeltreiben, Windsprung von Südost auf West – bei nur einzelnen Regentropfen sank die Temperatur innerhalb von drei Stunden von 23,7 Grad auf 13,5 Grad.

In den letzten 30 Jahren gab es nur sechs Frontdurchgänge, an denen der Temperaturrückgang krasser ausfiel. Ebenfalls eine Sonderrolle übernahm der 16. Juni, ausgerechnet ein Sonntag. Es war der einzige Tag ohne Sonnenschein im gesamten Juni, am Nachmittag mäßiger Regen – und das bedauerlicherweise gerade zum Tag der offenen Gärten in unserer Region.

Das markanteste Wetterereignis im ersten Sommermonat gab es dann am Morgen des 20. Juni mit dem Kaltfrontdurchgang des Tiefs „Momo“. Noch vor Einbruch der Dämmerung frischte der Wind immer weiter auf, von Südwesten zog die von Gewittern begleitete Front heran – Spitzenböe 22,5 Meter pro Sekunde, das entspricht Windstärke 9. Dazu in einer Stunde 14 Liter pro Quadratmeter Niederschlag – es gab wahrlich schon deftigere Ereignisse. Ohne Zweifel war es jedoch ein schöner Wachrüttler in der frühen Morgenstunde.

Letzter leichter Regenschauer am 22. Juni, dann nahm die Hitzewelle ihren Lauf. Die letzten acht Monatstage Sonnenschein pur, von Süden strömte sehr warme und trockene kontinentale Tropenluft heran, Hochsommer in Vollendung. Heißester Tag war in Neuhaus der 26. Juni mit einer Durchschnittstemperatur 25,9 Grad Celsius mit einem Maximum von 31,5 Grad – neuer absoluter Junirekord (bisher 30,5 Grad aus 2013). Gratis dazu gab es die zehnte tropische Nacht in Neuhaus seit dem Jahre 2000, davor sind solche Nächte mit einer Tiefsttemperatur von minimal 20 Grad nicht nachweisbar. Im Zeitraum 1987 – 1999 konnte zumindest an unserer Wetterstation keiner registriert werden.

Die klimatologische Mitteltemperatur des Juni liegt bei 11,6 Grad – in diesem Jahr landete der erste Sommermonat bei 17,5 Grad. Mit Abstand der wärmste Juni seit mindestens 1940, und zugleich der achtwärmste Monat überhaupt in diesem langen Zeitraum. Der letzte Monatstag stellte mit 30,5 Grad Celsius den alten Rekord noch einmal ein.

Am oberen Limit gleichfalls die Sonnenscheindauer: in der Summe 300,5 Stunden bedeutet ein Plus von 64 Prozent, an 17 Tagen waren es mehr als 10 Stunden. Seit Bestehen der Wetterstation gab es überhaupt nur zwei Monate mit mehr als 300 Stunden – den Juni 2003 und den Juli 2006.

Nur die Niederschlagsmenge fiel wieder einmal recht dürftig aus. Nur 49 Liter pro Quadratmeter, das sind nicht einmal 50 Prozent der mittleren Niederschlagsmenge. Zwar gab es je nach Zugbahn der Gewitter ein paar Stellen in unserer Region, wo etwas mehr vom Himmel kam, andererseits eben viele Flächen wo es noch bedeutend weniger war.

Und der Juli schließt da vorerst nahtlos an, ab der zweiten Julidekade scheint sich der Hochdruckeinfluss abzuschwächen, es gibt mehr Niederschlagssignale. Ob es zu flächendeckenden Ereignissen ausreicht – Abwarten und Tee trinken.

Relative Feuchte 65 Prozent (75)

Bedeckungsgrad 51 Prozent (69)

Tage mit Gewitter 8 (6)

Tage mit Nebel 5 (14)

Tage mit Böen der Windstärke sechs 10 (10)

Tage mit Böen der Stärke acht 3 (1).

Das hat dann in diesem Jahr wieder einmal gepasst, fahrplanmäßig zu Beginn des ersten Sommermonats kam auch dieser in Fahrt – und wie! Gleich an den ersten fünf Tagen drei neue Tagesrekorde bei der Höchsttemperatur (Maximum 26,7 Grad Celsius), dazu an jedem Tag rund zehn Stunden Sonnenschein oder mehr. Ein Traumstart in die Sommersaison, welchen der Wetterfrosch selbst allerdings im Norddeutschland verbrachte und dort erneut einen Tornado zu Gesicht bekam, bereits den zweiten in dieser Region. Nicht so spektakulär wie der erste, trotzdem sehr beeindruckend. Mehr wie ein riesiger Staubteufel – welcher jedoch nicht als solcher bezeichnet werden darf wenn er mit einer solchen rotierenden Gewitterzelle (Mesozyklone) verbunden ist.

Verpasst hat der Meteorologe dadurch die monatliche Tiefsttemperatur in Neuhaus von 5,5 Grad Celsius am Morgen des 7. Juni in subpolarer Meeresluft, der darauf folgende Samstag wurde mit einer Mitteltemperatur von 10,9 Grad der kälteste und einer mittleren Windgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde der mit Abstand windigste Tag des Monats.

Hoch „Renate“ bescherte dennoch zwei optimale, sommerliche Pfingstfeiertage. Nach den sonnigen Ostertagen nun ebenfalls Pfingsten im Feiertagsoutfit, was wünscht man sich mehr. Der Ostermontag soll übrigens der erste Tag gewesen sein, wo der gesamte Stromverbrauch in Deutschland zeitweise aus regenerativen Energiequellen gewonnen wurde. Die zweite Junidekade begann etwas gewittrig, eine von Süd nach Nord verlaufende Tiefdruckrinne brachte an drei Abenden östlich vorbeiziehende, kurze Gewitter. Für uns nur Streifschüsse, die Niederschlagsmengen bewegten sich jeweils um einen Liter pro Quadratmeter – so gut wie nichts.

Mengenmäßig fiel in diesem Zeitraum allerdings etwas anderes positiv auf – ein Massendurchflug von Distelfaltern von Süd nach Nord. Im Garten des Meteorologen waren es auf jedem blühenden Strauch dutzende Schmetterlinge, Zählen unmöglich. Zuletzt gab es eine solch nette Invasion 2009.

Ein merkwürdiger, aber dennoch markanter Kaltfrontdurchgang am Nachmittag des 12. Juni, langsam zunehmender Wind bis Windstärke 7, einsetzendes Nebeltreiben, Windsprung von Südost auf West – bei nur einzelnen Regentropfen sank die Temperatur innerhalb von drei Stunden von 23,7 Grad auf 13,5 Grad.

In den letzten 30 Jahren gab es nur sechs Frontdurchgänge, an denen der Temperaturrückgang krasser ausfiel. Ebenfalls eine Sonderrolle übernahm der 16. Juni, ausgerechnet ein Sonntag. Es war der einzige Tag ohne Sonnenschein im gesamten Juni, am Nachmittag mäßiger Regen – und das bedauerlicherweise gerade zum Tag der offenen Gärten in unserer Region.

Das markanteste Wetterereignis im ersten Sommermonat gab es dann am Morgen des 20. Juni mit dem Kaltfrontdurchgang des Tiefs „Momo“. Noch vor Einbruch der Dämmerung frischte der Wind immer weiter auf, von Südwesten zog die von Gewittern begleitete Front heran – Spitzenböe 22,5 Meter pro Sekunde, das entspricht Windstärke 9. Dazu in einer Stunde 14 Liter pro Quadratmeter Niederschlag – es gab wahrlich schon deftigere Ereignisse. Ohne Zweifel war es jedoch ein schöner Wachrüttler in der frühen Morgenstunde.

Letzter leichter Regenschauer am 22. Juni, dann nahm die Hitzewelle ihren Lauf. Die letzten acht Monatstage Sonnenschein pur, von Süden strömte sehr warme und trockene kontinentale Tropenluft heran, Hochsommer in Vollendung. Heißester Tag war in Neuhaus der 26. Juni mit einer Durchschnittstemperatur 25,9 Grad Celsius mit einem Maximum von 31,5 Grad – neuer absoluter Junirekord (bisher 30,5 Grad aus 2013). Gratis dazu gab es die zehnte tropische Nacht in Neuhaus seit dem Jahre 2000, davor sind solche Nächte mit einer Tiefsttemperatur von minimal 20 Grad nicht nachweisbar. Im Zeitraum 1987 – 1999 konnte zumindest an unserer Wetterstation keiner registriert werden.

Die klimatologische Mitteltemperatur des Juni liegt bei 11,6 Grad – in diesem Jahr landete der erste Sommermonat bei 17,5 Grad. Mit Abstand der wärmste Juni seit mindestens 1940, und zugleich der achtwärmste Monat überhaupt in diesem langen Zeitraum. Der letzte Monatstag stellte mit 30,5 Grad Celsius den alten Rekord noch einmal ein.

Am oberen Limit gleichfalls die Sonnenscheindauer: in der Summe 300,5 Stunden bedeutet ein Plus von 64 Prozent, an 17 Tagen waren es mehr als 10 Stunden. Seit Bestehen der Wetterstation gab es überhaupt nur zwei Monate mit mehr als 300 Stunden – den Juni 2003 und den Juli 2006.

Nur die Niederschlagsmenge fiel wieder einmal recht dürftig aus. Nur 49 Liter pro Quadratmeter, das sind nicht einmal 50 Prozent der mittleren Niederschlagsmenge. Zwar gab es je nach Zugbahn der Gewitter ein paar Stellen in unserer Region, wo etwas mehr vom Himmel kam, andererseits eben viele Flächen wo es noch bedeutend weniger war.

Und der Juli schließt da vorerst nahtlos an, ab der zweiten Julidekade scheint sich der Hochdruckeinfluss abzuschwächen, es gibt mehr Niederschlagssignale. Ob es zu flächendeckenden Ereignissen ausreicht – Abwarten und Tee trinken.

Relative Feuchte 65 Prozent (75)

Bedeckungsgrad 51 Prozent (69)

Tage mit Gewitter 8 (6)

Tage mit Nebel 5 (14)

Tage mit Böen der Windstärke sechs 10 (10)

Tage mit Böen der Stärke acht 3 (1).

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