Zukunft über Bäume in Bad Blankenburg bald gewiss

Bad Blankenburg.  Unterschriften zu Einwohnerantrag sind eingereicht. Heute gibt es ein Gespräch zwischen Initiatoren und Bürgermeister.

Stiller Protest: In der Schwarzburger Straße in Bad Blankenburg stellten Unbekannte im vergangenen Jahr schwarze Holzkreuze an den Baumstümpfen auf. 

Stiller Protest: In der Schwarzburger Straße in Bad Blankenburg stellten Unbekannte im vergangenen Jahr schwarze Holzkreuze an den Baumstümpfen auf. 

Foto: Christina Tamm

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Die Zukunft der Kirschblütenbäume an der Schwarzburger Straße in Bad Blankenburg (Zeitung berichtete) entscheidet sich möglicherweise in den kommenden Tagen. Ende vergangener Woche wurden Unterschriften für einen Einwohnerantrag bei der Stadtverwaltung eingereicht.

Cornelia Gernhardt, die die Aktion initiierte, hofft darauf, dass die Fällung der Bäume damit abgewendet werden kann. Durch einen Einwohnerantrag besteht die Möglichkeit, dass das Thema erneut durch den Stadtrat besprochen wird. „Mit 160 Unterschriften haben wir mehr als das Doppelte, was für den Antrag nötig ist“, sagt Cornelia Gernhardt. Wie Bürgermeister Mike George (Freie Wähler) mitteilt, werden die eingereichten Listen seitdem beim Einwohnermeldeamt geprüft. Wie George sagt, habe es auf den Listen einige Formfehler gegeben.

Egal, welches Ergebnis die Prüfung hervorbringt: Heute werden sich Vertreter der Unterschriftensammlung mit dem Bürgermeister zusammensetzen und über das Ergebnis der Prüfung und das weitere Verfahren sprechen.

Viel Hoffnung macht Mike George der Initiatorin allerdings vorab nicht. Vor dem Stadtratsbeschluss, der die Fällung der Kirschblütenbäume bestätigt, habe es kontroverse Diskussionen dazu gegeben. Mit deutlicher Mehrheit habe sich der Stadtrat letztlich für die Neugestaltung ausgesprochen, die die Fällung der Bäume beinhalte. „Ich weiß, es ist ein emotionales Thema“, sagt George. Dennoch müsse der Stadtrat das Thema erneut aufgreifen und einen anderen Beschluss fassen wollen, um den vorangegangenen zu entkräften. Sollte der Einwohnerantrag allerdings gültig sein, muss das Thema innerhalb der nächsten acht Wochen erneut auf die Tagesordnung gerufen werden. Bis dahin habe man der Initiatorin der Unterschriftenaktion zugesagt, bis zur Stadtratssitzung am 18. Februar zu warten. Bis dahin werden die Bäume nicht umgelegt.

Einige Kirschblütenbäume wurden bereits im Zuge der Neugestaltung der Schwarzburger Straße gefällt. „Bei mir haben sich nur zwei, drei Leute dafür ausgesprochen, dass sie die Neugestaltung bevorzugen würden“, sagt Cornelia Gernhardt. „Die meisten Menschen wollen, dass die Bäume stehen bleiben.“

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