Zusätzliche Entwässerung an Straße in Lehesten nötig

Robin Kraska
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Blick auf die Breite Straße Richtung Ortsausgang nach Franken. Hier läuft bei stärkeren Niederschlägen oft Wasser über die Fahrbahn, das im Winter eine Gefahrenquelle darstellt.

Blick auf die Breite Straße Richtung Ortsausgang nach Franken. Hier läuft bei stärkeren Niederschlägen oft Wasser über die Fahrbahn, das im Winter eine Gefahrenquelle darstellt.

Foto: Robin Kraska

Lehesten.  Wasser fließt unkanalisiert über die Fahrbahn und gefriert im Winter, Abhilfe her muss. In Brennersgrün gibt es dagegen schon Fortschritte.

Bei der 2019/2020 sanierten Breiten Straße stehen noch bzw. wieder Arbeiten an. Wie Bürgermeisterin Nicole Vockeroth (parteilos) im Gespräch mit uns sagte, gibt es kurz vorm Abzweig zum Schieferpark seit der Sanierung ein Problem: Bei Schneeschmelze oder Starkregen laufen größere Wassermengen von den benachbarten Feldern unkanalisiert über die Fahrbahn.

„Im Winter ist es schon überfroren und stellt deswegen eine Gefahrenquelle dar“, so die Rathauschefin. Das Problem sei den Verwaltungen seit Abschluss der Sanierung bekannt, die Lehestener hätten sich aber auf die spezielle Situation eingestellt. „Für Auswärtige könnte es jedoch gefährlich sein“, so Vockeroth.

Die Ursache für das Phänomen sei noch unklar. Am Donnerstag gab es eine Vorortbegehung mit VG-Vorsitzendem Robert Heerwagen, VG-Bauamtsleiterin Annett Karlen, Thomas Wöckel vom Bauplanungsbüro in Wurzbach sowie einem Vertreter des Zweckverbands Wasser und Abwasser, Lobensteiner Oberland (Walo). „Ein Baupfusch wurde vor Ort ausgeschlossen, daran liegt es nicht“, betont Nicole Vockeroth. „Es ist nicht so, dass bei der Sanierung ein Rohr unbeabsichtigt entfernt oder vergessen worden ist“.

Die Feuerwehr habe mit entsprechender Technik einen Wasserlauf über die Straße simuliert. Wie genau Abhilfe geschaffen werden soll, ist laut Bürgermeisterin noch offen. „Wir müssen jetzt aber etwas unternehmen, damit das Wasser künftig kontrolliert und vom Stadtgebiet weg abläuft. Nur mit Warnschildern sind wir nicht aus der Verantwortung“, sagt sie. Geprüft werden soll, ob eine Baufirma anrücken muss oder der Bauhof die Arbeiten selbst erledigen kann.

Denkbar sei etwa, einen alten und schon vor der Straßensanierung inaktiven Wassergraben direkt neben der Fahrbahn zu reaktivieren. „Jedenfalls sollen die Arbeiten baldmöglichst beginnen und so minimalinvasiv wie möglich vonstatten gehen“, kündigt Nicole Vockeroth an. Eine Vollsperrung sei möglicherweise nicht erforderlich.

Im Ortsteil Brennersgrün gebe es dafür schon erste Ergebnisse der Vorortbegehung mit Anwohnern anlässlich der letzten Stadtratssitzung Ende Juni im Rennsteighaus. „Der Bauhof hat die einsturzgefährdeten Gullydeckel repariert“, sagt Vockeroth. Manche hätten bereits vor Jahren mit Warnbaken abgesteckt werden müssen.

Gullydeckel in Brennersgrün sind bereits repariert

Außerdem sollen die von der Ortsstraße abgehenden Seitenstraßen an ihrem Beginn mit den entsprechenden Hausnummern beschildert werden. „Hier sind wir in der letzten Phase und holen verschiedene Angebote ein fürs Prägen der Schilder“, ergänzt sie. Grund ist die unsystematische Hausnummernvergabe im Ort, die für Einsatzkräfte knifflig sein und wertvolle Zeit kosten könnte. Ein Problem in Brennersgrün bleibe aber der schlechte Zustand des Feuerlöschteichs.

Den Kameraden hat sich Nicole Vockeroth letzte Woche persönlich vorgestellt und eine Einsatzübung mitverfolgt. „Wir wollen gemeinsam überlegen, wie wir die Wehr für Nachwuchs interessanter machen können“, so die Stadtoberste.