Alle Grundschulen im Saale-Orla-Kreis haben CO2-Ampeln

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Eine CO2-Ampel steht auf einem Tisch in einem Klassenzimmer.

Eine CO2-Ampel steht auf einem Tisch in einem Klassenzimmer.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Schleiz.  Grün, wenn die Luft okay ist; Rot, wenn gelüftet werden muss: 217 Messgeräte sind in den Grundschulen im Saale-Orla-Kreis installiert worden.

In allen Grundschulen des Saale-Orla-Kreises sind alle Klassenzimmer mit CO2-Anzeige-Anlagen (CO2-Ampeln) ausgestattet. „Die Anlagen sorgen für ein effizientes Lüften und damit eine Verbesserung des Raumklimas und der Luftqualität, weswegen wir sie auch über die Pandemie hinaus für eine sehr sinnvolle Anschaffung halten“, sagt Jens Heynisch, Leiter Zentrale Aufgaben, Bau, Bildung des Landratsamtes.

Die Anschaffung und flächendeckende Installation der CO2-Anzeige-Anlagen kostete etwa 180.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt über ein Förderprogramm des Landes zur Verbesserung des Infektionsschutzes an Thüringer Schulen.

In 17 Grundschulen im Kreisgebiet wurden in der ersten Schulwoche 217 CO2-Ampeln installiert. In der Grundschule Bad Lobenstein gibt es die Geräte bereits seit dem vergangenen Schuljahr. Dort wurde ein Testbetrieb durchgeführt.

„Die Installation erfolgt an der Wand gegenüber der Fenster“, erklärt Artur Wiederkehr von der Firma Crem-Solutions, die den Auftrag dafür erhielt. Das Gerät leuchtet grün, solange die Luft im Raum die vom Robert-Koch-Institut vorgegebenen Richtwerte für Sauerstoff und Kohlendioxid aufweist. Leuchtet sie orange, gilt dies als Warnung. Leuchtet sie rot, muss sofort gelüftet werden, weil die Luft zu viel Kohlendioxid, also verbrauchte Luft, enthält. Ist nach dem Lüften wieder genug Frischluft im Raum, zeigt die CO2-Ampel wieder ihr grünes Licht.

In der ersten Woche des neuen Schuljahres erhielten die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Hausmeister eine kurze Einweisung zum Umgang mit den Geräten.

Erleichterung auch für die Lehrer

„Die gemessenen Werte werden 14 Tage lang gespeichert. So können beispielsweise die Luftqualität im Raum und das Lüftungsverhalten über eine Software-Plattform dokumentiert und visuell in Form von Diagrammen verständlich dargestellt werden“, erklärt Wiederkehr.

„Wir freuen uns, dass unsere Klassenräume sowie auch der Speiseraum mit den Geräten ausgestattet sind. Für die Lehrer ist es sicher eine Erleichterung, wenn sie sich nicht nach einem Zeitplan zum Lüften richten müssen, sondern so ein Gerät zuverlässig anzeigt, wann ein Stoßlüften erfolgen muss“, findet Ralf Köhler, Schulleiter der Grundschule in Schleiz.

An einigen Schulen im Saale-Orla-Kreis kommen auch Luftfilteranlagen zum Einsatz. Dies erfolgt aber nur dort, wo ein effizientes Lüften aufgrund der baulichen Gegebenheiten nur bedingt oder nicht möglich ist. Konkret wurden vier Anlagen angeschafft: je zwei in der Regelschule Pößneck-West für Klassenräume, die nur Fenster zum Atrium haben, und am Gymnasium Neustadt für Räume im Dachgeschoss. Die Kosten hierfür betragen etwa 16.000 Euro und werden durch Mittel des Landes sowie des Landkreises aufgebracht.

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