Jahreshauptversammlung

Arbeit mit Kindern bleibt Schwerpunkt für die Verkehrswacht

Schleiz/Bad Lobenstein.  Die Verkehrswacht Schleiz-Bad Lobenstein e.V. zählt 29 aktive Mitglieder, Tendenz steigend. An ihrer Spitze steht Hartmut Jacobi als Vorsitzender.

Verkehrserziehung vor Ort: Besuch von Vertretern der Polizei, der Verkehrswacht sowie der Kreissparkasse bekommen auch immer wieder die Erstklässler zwischen Schleiz und Bad Lobenstein. Tenor hier ist „Sicher zur Schule". Für jeden ABC-Schützen gibt es da ein Schulwegheft - auch die Eltern bekommen was zum Lesen.

Verkehrserziehung vor Ort: Besuch von Vertretern der Polizei, der Verkehrswacht sowie der Kreissparkasse bekommen auch immer wieder die Erstklässler zwischen Schleiz und Bad Lobenstein. Tenor hier ist „Sicher zur Schule". Für jeden ABC-Schützen gibt es da ein Schulwegheft - auch die Eltern bekommen was zum Lesen.

Foto: Hartmut Jacobi

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Ganz oben im Ranking der Arbeitsschwerpunkte bei der Verkehrswacht Schleiz-Bad Lobenstein e.V. sind präventive Maßnahmen mit den jüngsten Verkehrsteilnehmern – den Kindern – angesiedelt. Und im Rahmen der Jahreshauptversammlung diese Woche machte deren Vorsitzender Hartmut Jacobi deutlich, dass das auch in Zukunft so bleiben wird. Mehr noch: In Absprache mit den Schulen im Oberland, möchte man 2020 unter der Überschrift „Aktion junge Fahrer“ nach Möglichkeit auch auf junge Leute im beginnenden „Moped-Alter“, also in der Spanne zwischen 14 und 15 Jahren, zugehen.

Dieses Ansinnen bedarf aber nach Aussage von Jacobi noch einer Intervention bei der Landesverkehrswacht, wo man erst ab 18 Jahren von „Jungen Fahrern“ spricht – heißt konkret: erst ab diesem Alter gibt es eine Unterstützung der örtlichen Organisatoren von der Zentrale.

Ein Aktivposten bei der Arbeit mit den Kindern ist Karlheinz Kuna, der sich riesig über eine von ihm nicht erwartete Würdigung an diesem Abend freute. „Mit hohem Engagement und in mühevoller Kleinarbeit organisierte er 2018 viele Veranstaltungen für Schulen und Kindergärten“, betonte Hartmut Jacobi und untersetzte dies gleich mit konkreten Zahlen: Auf der „Haben-Seite“ stehen die Durchführung von fünf Beratungsgesprächen in Kindereinrichtungen, sieben Mal war Kuna unter der Überschrift „Sicher zur Schule“ im Einsatz. „Da ist er vor Ort, erklärt den Kinder vieles. Übt mit ihnen zum Beispiel das Überqueren einer Straße an der Ampel“, merkte der Vorsitzende an.

Komplett wird diese Statistik mit dem Programm „Kinder im Straßenverkehr“ samt den Veranstaltungen in Ebersdorf und Bad Lobenstein sowie der Mitwirkung an dem Verkehrssicherheitstag für Schüler der vierten Klassen „Sicher unterwegs in Thüringen“ in Gräfenwarth und dem bei der Kombus GmbH. Für die Nachbereitung solcher Aktivitäten setzte die Verkehrswacht zudem das Heft „Sicher zur Schule“ in größeren Stückzahlen ein. Wissen sollte man dazu, dass es dieses als Schulwegheft für Kinder und als Ratgeber für die Eltern gibt.

Unter den Anwesenden zur Jahreshauptversammlung waren mit Marco Seidel, der Bürgermeister von Tanna; mit Manuel Werk, der Schleizer Ordnungsamtsleiter sowie der 1. Polizei-Hauptkommissar Klaus Mergner, Leiter der Polizeiinspektion Saale-Orla. In der Diskussion zu aktuell anstehenden Problemen fungierten sie als Gesprächspartner für die Mitglieder der Verkehrswacht.

Naheliegend, dass die stetig steigende Belastung durch den Lkw-Verkehr besonders im Oberland zwischen der Landesgrenze zu Bayern und dem Kreisverkehr in Schleiz-Heinrichsruh dabei eine wichtige Rolle spielte. Warum kann hier nichts unternommen werden? Es geht um Lärm und Umweltverschmutzung! Ganz zu schweigen von den Gefahren für die Bürger im Bereich der Engstellen zum Beispiel in Gefell, wenn sich zwei dieser Trucks begegnen. Müssen wirklich erst schlimme Unfälle passieren?

Hartmut Jacobi brachte seinerseits das Befahren der großen Ampelkreuzung in der Kreisstadt bei „Rot“ ins Gespräch. Zunehmend häufiger ließe sich solch ein Verhalten bei den Verkehrsteilnehmern beobachten. Deshalb regte der Vorsitzende der Verkehrswacht an, dass man doch einmal über die Positionierung einer Ampel-Blitzanlage nachdenken solle. Um diesem gefährlichen Verhalten der Kraftfahrer Einhalt zu gebieten.

Jede Menge Fotos aus der täglichen Realität führte er als Argument ins Feld, als es in der Folge auf Schleiz bezogen um die Frage: „Kann und darf jeder Bürger halten und parken wie er will?“ ging.

Unterm Strich möchte sich die Verkehrswacht 2020 zusammen mit allen Partnern noch intensiver in die Suche nach Lösungsansätzen nicht nur für die genannten Problemstellungen einbringen. Mit Blick auf die angesprochene hohe Frequentierung durch Lkw, schloss deren Vorsitzender da selbst das Anstoßen einer Unterschriftenaktion für eine „Maut auch auf Bundes- beziehungsweise Landesstraßen“ nicht aus.

Danke sagte man im Rahmen der Jahreshauptversammlung Katrin Lorenz und Ronny Schuberth für deren Mitarbeit in der Verkehrswacht. Großer Förderer der Arbeit der Verkehrswacht ist zudem die Kreissparkasse Saale-Orla, die durch Nicole Arnold vertreten war.

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