Auftakt zur Demenzwoche im Schleizer Kino

Schleiz  Sonderbarem Verhalten mit Geduld begegnen

Manuela Luther bei ihrem Vortrag.

Manuela Luther bei ihrem Vortrag.

Foto: Renate Klein

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Pflegende Angehörige, Fachkräfte und Interessenten trafen sich Dienstagabend im Schleizer Kino, um sich über das Thema Demenz zu informieren. Manuela Luther vom „Senioren- und Kontaktbüro für pflegende Angehörige“ beim Behindertenverband Saale-Orla-Kreis in Schleiz hatte zu einer Informationstagung anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September eingeladen. In dieser Woche gibt es mehrere Veranstaltungen, die das Thema Demenz im Blick haben.

Nach dem Motto „Was kann ich tun“ hatte Manuela Luther jede Menge Infomaterial mitgebracht. Nach ihrer Beratung begrüßte sie im Kinosaal die Besucher. Von ihr erfuhr man, dass es weltweit 46 Millionen von der Demenzerkrankung Betroffene gibt. „7,5 Millionen Demenzkranke gibt es derzeit in Deutschland“, sagte sie und verwies auf das Motto der Demenzwoche: „Einander offen begegnen“. Auch wenn sich Demenzkranke oft sonderbar verhalten, sollte man sich nicht von ihnen abwenden, sondern ihnen mit etwas Geduld ermöglichen, am Alltag teilzuhaben.

Manuela Luther lud zu anderen Veranstaltungen in dieser Woche ein. Am Donnerstag, ab 15 Uhr wird Mediziner Martin Roebel von der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik aus Saalfeld in der Begegnungsstätte des Behindertenverbandes in der Oetterdorfer Straße 18 A in Schleiz einen Vortrag zum Thema „Warum hat sich mein Nachbar verändert“ halten. Rat kann man sich auch im Gesprächs-Café bei der Tagespflege der Generationen in der Hofer Straße 2 jeden zweiten Dienstag im Monat in der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr holen.

Aufklärender Spielfilm „Romys Salon“

Der Film, den Gert Steudel auf die Leinwand bannte, sollte zum Verstehen der Krankheit beitragen. „Romys Salon“ heißt der Film von Mischa Kamp nach dem gleichnamigen Buch von Tamara Bos – eine deutsch-niederländische Produktion. Dabei geht es um ein zehnjähriges Mädchen, das nach der Schule zu ihrer Oma Stine Rasmussen in den Friseursalon gehen muss, da ihre Mutter einer stressigen Arbeit nachgeht. Romy bügelt die anfangs geringfügigen Fehleistungen der Oma aus. Sie hilft im Salon und kommt ihrer Großmutter näher. Die beiden bilden ein verlässliches Team. Niemand merkt, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Der Film gewährt einen ehrlichen, gleichzeitig liebevollen Blick auf die Schwächen des Alters. Die Geschichte wird warmherzig und sensibel erzählt und zeigt, wie wichtig es ist, dass mehrere Menschen in der Umgebung eines Erkrankten offen mit dem Problem umgehen und mittun, um allen eine erträgliche gemeinsame Zeit zu ermöglichen. Romy, alias Vita Heigmen, und Stine, alias Bepppie Melissen, zeigen eine ausgereifte schauspielerische Leistung. Ihre Mimik und Gestik passt zum Thema und spricht für sich. Der Film klärt auf. Das ist angesichts der steigenden Häufigkeit von derartigen Erkrankungen sicher wichtig.

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