Kindergarten

Aus eins mach zwei

Schleiz/Lückenmühle.  In Lückenmühle wird es ab Oktober kommenden Jahres zwei Kindergärten für jeweils 50 Kinder geben.

So soll der neu zu bauende Kindergarten in Lückenmühle in etwa aussehen.

So soll der neu zu bauende Kindergarten in Lückenmühle in etwa aussehen.

Foto: Volkssolidarität Oberland

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Die Volkssolidarität Oberland wird in Lückenmühle einen neuen Kindergarten bauen. Das habe der Vorstand jüngst beschlossen, nach dem klar war, dass der Mietvertrag über die Räumlichkeiten vom Kindergarten „Zaubermühle“ in Lückenmühle von der Mutter-Kind-Kurklinik nicht verlängert wurde. Der Mietvertrag mit der Mutter-Kind-Kurklinik endet zum 30. September kommenden Jahres. „Eltern und Erzieher sind auf uns zugekommen, weil sie die Volkssolidarität weiterhin als Träger des Kindergartens wünschen“, erklärt Thomas Hofmann, Geschäftsführer der Volkssolidarität Oberland.

Bauland bereits erworben

Ein rund 5000 Quadratmeter großes Grundstück hat die Volkssolidarität für ihr Bauvorhaben bereits erworben. Das Grundstück liegt nahe des Zentrums von Lückenmühle, direkt zwischen dem Grundbach und der Hauptverkehrsstraße Richtung Kurklinik. Laut Hofmann sei zum Erwerbs des Grundstücks ein mittlerer fünfstelliger Betrag geflossen. Mit dem Landkreis und der Gemeinde Remptendorf sei bereits die Bau-Vorplanung erfolgt. Geplant seien ein Gebäude, ein Spielplatz sowie Parkplätze. Im Gebäude sollen bis zu 50 Kinder in drei Gruppen betreut werden können. Dazu sind unter anderem drei Gruppenräume jeweils zwischen 50 und 63 Quadratmetern im Erdgeschoss geplant sowie im ersten Obergeschoss ein großer Bewegungsraum von rund 58 Quadratmetern.

Vertragsabschluss mit Baufirma steht bevor

Fertiggestellt werden soll der neue Kindergarten Ende September. Die Gesamtkosten für das Projekt sind auf 940.000 Euro gedeckelt. Der Baubeginn soll so schnell wie möglich erfolgen, stehe aber witterungsbedingt noch nicht fest. „Wir bauen in Fertigbauweise, aber keine Container“, erklärt Hofmann. Durch die Bauweise mit vorgefertigten Elementen kann sich die Bauzeit deutlich verkürzen. In etwa zwei Wochen rechnet der Geschäftsführer mit dem Vertragsabschluss mit der Baufirma.

Konzept und Erzieher bleiben, Angebote werden ausgebaut

Alle sieben pädagogischen Fachkräfte, die zurzeit in den Räumlichkeiten der Kurklinik für die Kinder Sorge tragen, werden in den neuen Standort übernommen. „Uns ist wichtig, dass wir einen reibungslosen Übergang schaffen, deshalb halten wir an dem bisherigen Gesundheitskonzept mit Elementen der Waldpädagogik fest und wollen unsere Angebote weiter ausbauen“, erklärt Manuela Kaufmann, Leiterin Soziales bei der Volkssolidarität Oberland. Inwieweit das Gesundheitsangebot ausgebaut wird, ist noch in der Planung. Angedacht ist bereits Kinder-Yoga einzuführen. „Für die Angebots-Erweiterung werden wir unserer Mitarbeiter auch weiterqualifizieren“, sagt Manuela Kaufmann. Die für Eltern entstehenden Kindergarten-Gebühren blieben gleich.

Kindergarten in Kurklinik bleibt bestehen

Der Kindergarten in den Räumlichkeiten der Mutter-Kind-Kurklinik bleibt nach Aussage vom Geschäftsführer der Mutter-und-Kind-Kurklinik Regenbogenland GmbH & CO. KG, Werner Kuhnla, bestehen. „Dafür wurde ein gemeinnütziger Träger gegründet“, erklärt er. Dieser, die Gesellschaft zur Förderung der Gesundheit von Müttern, Väter und Kindern „Regenbogenland“ gGmbH, wolle das Gesundheitskonzept des Kindergartens „Zaubermühle“ fortführen. „Die Kinder werden auch weiterhin das Schwimmbad nutzen und ihr Seepferdchen-Abzeichen machen können. Auch die Sauna werden sie weiter benutzen können“, betonte Werner Kuhnla. Die Volkssolidarität Oberland habe einst selbst Interesse gehabt, den Mietvertrag mit der Kurklinik für die Kindergarten-Räumlichkeiten zu befristen, sagt der Kurklinik-Geschäftsführer. Volkssolidaritäts-Geschäftsführer Thomas Hofmann hingegen meint, dass sich die Volkssolidarität auch hätte vorstellen können, in den alten Räumlichkeiten zu bleiben. Mit dem Eigenbau habe die Volkssolidarität nun jedoch mehr Sicherheit, was die Raumnutzung betreffe. Zudem würden auch Gemeinde, Eltern und Erzieher mit dem Eigenbau der Volkssolidarität mehr Planungssicherheit erhalten.

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